Naturschutz durch Jäger

über Biotopflächen für Niederwild

Kategorie: Referenzen

neuer Fangjagd Sachkundelehrgang im August 2021 – Fallen stellen lernen

Lernen Sie die Grundlagen des Fallenstellens nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes

gefangener Waschbär in Abfangkiste

Fallen stellen ist in aller Munde. Die Leute finden wilde Tiere toll, solange bis sie davon betroffen sind – dann müssen die weg. Jeder Landhandel bietet Drahtkisten zum Verkauf an. Das ist weder effektiv noch tierschutzgerecht! Lernen Sie hier wie es besser geht. Geeignet für Jäger, Jagdscheinanwärter, Geflügelzüchter, Gartenbesitzer, Tierschützer zum Fang von zB. Katzen.

Lehrgang: Fangjagdlehrgang nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes, gem. Ausbildungsrahmenplan § 40, Abs. 2 der Hessische Jagdverordnung

Wann: Durch die Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben wir den Kursablauf leicht angepaßt. So wie unsere Jagdscheinanwärter seit zwei Jahren erfolgreich online lernen, werden wir das auch hier teilweise so praktizieren.

Dienstag, 3. August 2021, 19-22 Uhr Online Theorie I und

Donnerstag, 5. August 2021, 19-22 Uhr Online Theorie II.

Beide Teile sind zwingend zu besuchen, wir protokollieren die Anwesenheit. Wir nutzen die Software TeamViewer Meeting. Wer sich angemeldet hat, bekommt rechtzeitig vorher einen Kursnummer, mit der man sich dann in den Unterricht einloggen kann.

https://www.teamviewer.com/de/meeting über die Seite des Anbieters bekommt man die passende Software je nach gewünschtem Endgerät, Teilnehmer brauchen KEINE Anmeldung, WIR haben die passende Lizenz!

Um den Lehrgang abschließen zu können ist außerdem der Praxisteil obligatorisch zu besuchen. Das findet zwar im Freien statt, wegen der Abstände sind die Teilnehmenden aber in der Zahl begrenzt. Deswegen gibt es den Praxisteil mehrfach:

Praxis

Sonntag, 8. August 2021, 15-19 Uhr.

Der Sonntag, 8. August 2021,  10-14 Uhr ist bereits ausgebucht.

Wo:

Theorie Online – wie oben beschrieben

Praxis auf dem

Gelände des Jagdklub Darmstadt
Rheinstrasse 162
64295 Darmstadt

Wegbeschreibung (Achtung, ist nicht direkt von der Rheinstrasse aus erreichbar!)

Dauer: 6 Stunden Theorie und 4 Stunden Praxis

Kosten: 60,- Euro pro Teilnehmer

Steinmarder wurde von der Kastenfalle links in die Abfangkiste gelassen

Veranstalter: Jagdklub Darmstadt, Verein für Jäger und Sportschützen e.V., Mitglied im Landesjagdverband Hessen e.V., Abteilung Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Lehrgangsleitung: Axel Seidemann, Professioneller Jäger, Jagdschule Frankfurt Wildtiermanagement

Seminarinhalt: Wer in Hessen Fallen stellen will, in denen sich Wildtiere fangen können und sollen, muss dafür sachkundig sein. Mit diesem eintägigen Sachkundelehrgang zur Fallenjagd erwerben Sie die grundlegenden Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Hessen, sehen und stellen die gängigsten modernen Fallentypen und erfahren wann, wie und wohin man eine Falle erfolgversprechend platziert.

Krefelder Fuchsfalle – der herausnehmbare Boden dient als Auslöser

Der Tag gliedert sich in die Vorstellung moderner lebend und unversehrt fangender Fallen nach § 38 der Hessischen Jagdverordnung, wie der Beton-Wipprohrfalle, transportabler Krokodil-Kastenfallen oder leichter Kastenfallen. Darüber hinaus behandeln wir auch die Totfang-Eisen wie Schwanenhals und Ei-Abzugseisen gem. dem ehemaligen § 37 der Hessischen Jagdverordnung. Seit dem 15. Juli 2021  gilt die geänderte Hessische Jagdverordnung und Totfanggeräte sind verboten worden. Außerdem Drahtkastenfallen, Jungfuchsfallen und damit man weiß wovon man spricht auch nicht mehr zulässige Fallen wie die Conibearfalle, das Tritteisen und die in Hessen seit kurzem verbotene Wieselwippbrettfalle. Moderner Technik und Möglichkeiten folgend besprechen wir auch elektronische Fallenüberwachungssysteme im Vergleich und ebenso auch die traditionellen mechanischen Fang-Fernmelder.

Kayserfalle
Das Wildmelder Fallenüberwachungssystem wird an einer Kayser Beton Wipprohrfalle eingebaut.

Die Hessische Jagdverordnung wird erläutert, dazu weitere relevante Verordnungen und Gesetze, die den Fallensteller betreffen, auch und gerade im Befriedeten Bezirk. Denn dort darf jeder Sachkundige selbst als Jagdrechtsinhaber – oder in dessen Auftrag handelnd – Wildkaninchen und Beutegreifer fangen.

Im praktischen Teil geht es an die einzelnen Fallen, jeder darf die verschiedenen Fallentypen mal stellen oder auslösen. Wir simulieren dabei den kompletten Prozess vom Aufstellen bis zum Abfangen, sowie die Wahl der Köder, das Anbringen, Erneuern und das Wechseln der Köder.

Wildmeister Thomas Berner hat gut Lachen. Er hat das Wildlockmittel Wildmagnet aus alten Rezepten und neuen Versuchen entwickelt. Endlich Schluß mit stinkendem Luder. Jeder der das riecht will wissen, was das ist und geht gucken. Die Ideale Kombination der Lockung in die modernen Fallen, die auf Neugier basieren und bereits auslösen, bevor das Wild den Köder überhaupt erreicht. Es muss nichts berührt oder gezogen werden.

Von den geschichtlichen Anfängen der Fangjagd bis zum heutigen AIHTS Abkommen spannt sich inhaltlich der Bogen. Natürlich immer unterfüttert mit Bildern, Geschichten, wissenschaftlichen Untersuchungen und den meisten Fanggeräten in echt zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren vor Ort.

Dazu stellen wir auch Beispiele von erfolgreichen Artenschutzprojekten vor, die Fallen stellen und Reviere, die durch intensiv praktizierte Fangjagd so viel Niederwild haben, dass sie es auch unverändert bejagen können und dürfen.

Damit der Fuchs auch bei Ihnen in die Falle geht!

Die Seminargebühr bezahlen Sie bitte in bar vor Ort. Sie bekommen dann am Ende des Lehrgangs eine Urkunde über die Teilnahme. Dieser Lehrgang wird in Rheinland-Pfalz und in Bayern ebenfalls anerkannt.

Angesichts der Corona-Regeln müssen alle Teilnehmer einen Mundschutz mitbringen und immer einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander haben! Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es gibt ausreichend Termine und bei Bedarf werden wir weitere Seminare veranstalten.

Je nach Entwicklung und Nachfrage wird es Ende September oder im Oktober einen weiteren Termin geben. Bei Interesse, auch wenn der jetztige Termin nicht paßt – bitte anmelden:

Zur Anmeldung bitte das Formular hier ausfüllen:

Anmeldung Fangjagd Sachkundelehrgang

Revierpraxis: Bau von Dose-Beton-Wipprohrfalle, Niederwildtränken und Fasanenfutterfässern

Deckung schaffen 20 ha Blühflächen, gegen Hunger und Durst helfen wir und auf Dauer müssen die Fressfeinde reduziert werden, damit Bodenbrüter eine Chance haben

Fasanenfutterfass
Fasanenfutterfass

Samstag, 4. Juli 2020, 10-18 Uhr Gabsheim „An den Hühnern“

Niederwildtränke
Niederwildtränke

Mit einfachen Hilfsmitteln helfen wir dem Wild über die harte Zeit des Hochsommers. Nach den Mähdreschern ist weder Wasser noch Futter da und die Deckung sehr spärlich. Mit vollem Kropf kann man Feinde besser vermeiden als wenn einen der Hunger raus ins Freie zieht.

Rebhuhn-Futtereimer
Rebhuhn-Futtereimer
Mittelrohr einer Beton-Wipprohrfalle
Mittelrohr einer Beton-Wipprohrfalle

Praxistag Stangen schneiden

Kommen Sie mit in den Wald, wo wir Holz beschaffen, aus dem später jagdliche Einrichtungen gebaut werden. Aus zu eng gesetzten Bäumchen oder toten, stehenden Käferbäumen schneiden wir stabile Stangen als Baumaterial. Meist weist uns der Förster Douglasien oder Fichten zu.

ein umgesägtes Bäumchen wird entastet
ein umgesägtes Bäumchen wird entastet

Aus unterschiedlich dicken Stammabschnitten werden später verschiedene Dinge gebaut. Es gibt ein:

Seminar zum Hochsitzbau, wo dickste Pfosten gebraucht werden oder aber auch halbierte Stangen als Halblinge für die Leitersprossen.

Aber auch Futterfässer für Fasane oder Rebhuhnschütten werden mit Stangen gebaut. Dafür reichen dann dünnere Hölzer, sie müssen ja deutlich weniger Gewicht tragen.

Douglasie wird gefällt
Douglasie wird gefällt

Zum Sägen braucht man einen einfachen Sachkunde-Nachweis für Kettensägenarbeiten an liegendem Holz und Stangen (kann nicht an diesem Tag erworden werden) und die persönliche Schutzausrüstung.

Wer das alles noch nicht hat, bekommt alles erklärt und gezeigt. Die entasteten Stangen müssen aus dem Bestand an den Weg gerückt werden. In der Regel kann ein Mensch alleine eine Stange ziehen oder tragen oder auch manche zu zweit. Vom Stapel am Weg wird dann der Anhänger beladen. Und die Ladung ordentlich gesichert.

Kettensägenführer bei der Arbeit
Kettensägenführer bei der Arbeit – maximal bis Brusthöhe darf er sägen

Hier oberhalb im Bild sieht man die elementarsten Dinge:

Ein Helm mit Splitterschutz und gutem Gehörschutz ist unabdingbar.

Ebenso eine Hose mit Schnittschutzeinlagen, wenigstens an den Oberschenkeln bis zu den Knöcheln vorne!

Handschuhe mit gutem Grip. Es gibt gummierte Arten die luftig sind, in orangener Warnfarbe aber trotzdem die Haut schützen.

Dazu Schnittschutzstiefel. Im Notfall wickeln sich Fasern um die Kette und stoppen diese, bevor der Körper des Trägers schwer verletzt wird. Trotzdem muss man immer voll bei der Sache sein, nicht im uneinsehbaren Bodengeäst rumschneiden oder mit der Spitze der Säge hantieren.

eine Douglasienstange wird abgeplattet
Eine Douglasienstange wird am dünneren, oberen Ende ein Stück weit abgeplattet, damit es eine bessere Auflagefläche für das spätere Zusammennageln entsteht.

Die Säge selbst muss auch einige sicherheitsrelevante Bauteile haben:

Eine Kettenbremse die beim Hochschlagen die Kette stoppt

Ein Fangbolzen, der beim Reißen der Kette den Rest aufwickelt, bevor der wild umherschlägt.

Der Griff muss die Vibrationen dämpfen sonst wackelt das Gerät die Durchblutung aus den Händen. Die sogenannte Weisfingerkrankheit wäre sonst die Folge

Hängengebliebene Bäume kann man mit den Händen runterziehen.
Hängengebliebene Bäume kann man mit den Händen runterziehen.

Ort: im Wald in Hessen

Datum: steht noch nicht genau fest, im Juli oder August 2020

Freitag 12-20 Uhr

Samstag 10-18 Uhr

Kosten: 20 Euro pro Teilnehmer, für Schüler der Jagdschule Darmstadt inklusive

Schalenwild – Ansprechseminar im Spessart

Erkennen und Bestimmen von vier wichtigen Schalenwildarten am lebenden Tier. Wir treffen uns am Gatter und besprechen die Merkmale von Rotwild, Damwild, Muffelwild und Schwarzwild. Männlich, weiblich, Alter und artspezifische Pirschzeichen soll danach jeder auch in freier Wildbahn erkennen können.

Kolbenhirsche
Kolbenhirsche

Ablaufplan für Samstag, 25. Juli 2020

10:00 Uhr Treffpunkt Wildpark Heigenbrücken

Begrüßung und Gruppenaufteilung

10:30 Uhr Gruppe 1:

Wildkunde Schwarzwild, Rotwild, Muffelwild und Damwild

Ansprechen, Merkmale, Brunft, Trag-, Setzzeiten, Zahnwechsel, Trophäen uvm.

Muffelwidder
Muffelwidder
Sauen
Sauen

Gruppe 2:

Zerwirkkurs Stenger´s Wildkammer Neuhütten

Hygienemaßnahmen, Fleischbeschau , aus der Decke schlagen, Abschwarten,

Zerwirken, Was kann ich alles aus Wild herstellen? Produkte der Wildkammer

Gattermeister Rudi Stenger mit einem zahmen Rothirsch
Gattermeister Rudi Stenger mit einem zahmen Rothirsch

12:30 Uhr Pause am Wildpark und Wechsel der Gruppen

13:00 Uhr Gruppe 1 und 2 umgekehrt

15:00 Uhr Wild grillen in Großwallstadt bei https://www.stengers-wildkammer.de/

Steaks vom Wild, Wildbratwurst und Burger mit Wildfleisch

fertig zum Reinbeißen
fertig zum Reinbeißen

18:00 Uhr Ende

Kosten: 50 Euro pro Person

bei genügend Interessenten kann dieses Seminar auch ein weiteres Mal stattfinden

eigene Anreise, gerne in Fahrgemeinschaften, der Wildpark ist 90 km vom Jagdklub Darmstadt entfernt und man fährt über A5 und A3 eine Stunde Auto

Wildbret zum Essen und allgemeine Getränke sind inklusive, drei Ausbilder stehen für alle Fragen zur Verfügung

Wir müssen auch an diesem Tage die Corona-Regeln einhalten, was bedeutet Mundschutz mitnehmen, Abstand halten und nicht desinfizierte Dinge nicht einfach nacheinander anfassen.

Anmeldung bitte mit diesem Formular

Wildkaninchen in der Stadt haben vielfältigere Gene als auf dem Land

Ergebnisse aus unseren langjährigen Studien an den Wildkaninchen in Frankfurt am Main und drumrum wurden jetzt in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Wildkaninchen sichert
Wildkaninchen sichert

Die vollständige Arbeit finden Sie hier:

https://www.nature.com/articles/s41598-020-57962-3

Hilft bei den Nilgänsen nur der Abschuss?

Die Diskussion geht weiter, hier mit SAT.1 in Offenbach.

Praktisches Niederwild Hegeseminar – Sonntag, 21. Juli 2019

Wildkräuter-Biotopflächen anlegen, Beton-Wipprohrfallen aufbauen, Fütterungen und Tränken für Feldvögel anlegen

Biene auf Blüte
Biene auf Blüte. Foto: Axel Seidemann

Zusammen mit den Jagdschein-Anwärtern aus der Jagdschule Darmstadt werden wir einen Tag im reinen Niederwildrevier verbringen.

Gabsheim 9 – 18 Uhr

Themen: Flächen beschaffen, Biotope anlegen, verschiedene Wildkräutermischungen, Miscanthus, EU-Agrarregeln und die Ökologischen Vorrangflächen, Naturschutz-Ausgleichsflächen. Durch den vor Ort Vergleich wird jeder selbst sehen und verstehen, was hilft und was kontraproduktiv ist.

Durch über 18 Hektar mehrjährige Blühflächen findet das Insektensterben woanders statt! In Zusammenarbeit und auch auf Flächen der örtlichen Landwirte wurden etliche Säcke mit den unterschiedlichsten Mischungen ausgesät.

Da es bisher keine erfolgreichen Offenland-Artenschutzgebiete ohne aktives und intensives Prädatorenmanagement gibt werden wir zusammen eine Beton-Wipprohrfalle aufbauen und in Betrieb nehmen. Diese Art Falle ist das modernste, was zur Verfügung steht und fängt auch Altfüchse, die am schwersten zu überlistende Art von allen zu fangenden Spezies.

Der gesamte Tag steht unter dem Aspekt des eigenen praktischen Erlebens zum konkreten Nachmachen im eigenen Wirkungskreis. Auch für Noch-Nicht-Jagdscheininhaber geeignet!

Seminarbeitrag: 60,- Euro

Zur Anmeldung oder bei Fragen schreiben Sie bitte eine Mail an: Seidemann (at) jagdschule-frankfurt.de

Immer mehr Nilgans-Probleme in Rhein-Main

Nilgänse am Offenbacher Mainufer: Hilft doch nur abschießen? – fragt die Offenbach Post

Nilgänse am Mainufer in Offenbach

Der SPD-Ortsverein Innenstadt hat sich am Main ein Bild von der Nilgans-Plage gemacht. Axel Seidemann plädiert fürs Abschießen. Ist das die einzige Lösung?

Artikel in der Offenbach Post vom 11. Juli 2019

Mit Falle live im Fernsehen

„Die Ratgeber“ beim Hessischen Rundfunk haben über „Was tun wenn der Waschbär eingezogen ist?“ informiert.

Kofferfalle
Kofferfalle mit Wildmelder ua zum Fang von Waschbären oder Mardern

Nilgänse werden zur Plage

Es werden immer mehr, überall. dpa berichtet, hier in der Badischen Zeitung

Eine Familie von Nilgänsen bei Weil am Rhein

https://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/nilgaense-werden-zur-plage–173506244.html?fbclid=IwAR0hG2z_M2Sh2_hc1u5qWqHehk1IfkroAZA6_iuQUGnxf0q50UYtHShwqyo

Naturschutz durch Jäger läuft unter Wordpress 5.2.12
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates