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Naturschutz durch Jäger

über Biotopflächen für Niederwild

Kategorie: Fangjagd

Studien zu Räuber-Beute-Beziehungen

Wer frißt wen und was hat das für Auswirkungen?

Und was passiert, wenn der Räuber weniger werden?

Dieser Artikel stellt die passenden Studien vor, in denen der Zusammenhang zwischen Räubern, auch Beutegreifer genannt, und ihrer Beute untersucht wird.

 

 

Drei Gerfalkenküken bei der Fütterung.

Eine Falknerin füttert Gerfalkenküken mit Eintagskükens. Foto: Axel Seidemann

 

Hier folgt ohne Wertung eine Sammlung von Studien:

Telemetrische Untersuchungen an Küken vom Großen Brachvogel Numenius arquata und Kiebitz Vanellus vanellus im EU-Vogelschutzgebiet Düsterdieker Niederung

Bettina Hönisch, Christoph Artmeyer, Johannes Melter & Robert Tüllinghoff

https://core.ac.uk/download/pdf/14526801.pdf?fbclid=IwAR3id6KXskNNRyShgd8zztfk5sjmfm54oGWoT5V8BV4_Ag-ik056N7tQrVo#page=41
Prädation und der Schutz bodenbrütender Vogelarten in
Deutschland
Torsten Langgemach & Jochen Bellebaum
https://lfu.brandenburg.de/media_fast/4055/vsw_praedation.pdf?fbclid=IwAR2fu8A70cJ1InVqpiwamozA1ieq66gfov82mgmnPi_pg2okt3BeJfdOVPo

EIN ATTRAPPENEXPERIMENT ZUR PRÄDATION VON JUNGHASEN

Arnaud Fernex
http://deutsches-jagd-lexikon.de/images/7/74/Attrappen.pdf?fbclid=IwAR2GE3dB-bSSLm6TyL2LvSR2BpW2vdH6wDeDhkVeJEtP2SQ39k73W6fqrFs
 Prädation – Was passierte mit 69.000 Gelegen in 2004 in den Niederlanden im Durchschnitt
 Teunissen, W.A., Schekkerman H. & Willems F.
http://up.picr.de/4274872.pdf?fbclid=IwAR23r3LkjXR1jD-KgxsyJrZ_KBFohqBgYAJ80AejZuvE9SS_e4IbbwLHs0Y

Pheasant nest predation

 Game & Wildlife Conservation Trust
https://www.gwct.org.uk/game/research/species/pheasant/pheasant-nest-predation/?fbclid=IwAR0AOhVoy_kcmVGIoPo7Q_oZD-esO6fMEEga84rmIkT36Y_aPcq6ysVUBkc

Untersuchung einheimischer Raubsäuger und deren Einfluss auf Wasservögel,  sowie Prädatorenreduktion und deren Wirkung in einem Teichgebiet in Mecklenburg (Lewitz)

Norman Stier, Jana Zschille, Marcus Borchert

https://tu-dresden.de/bu/umwelt/forst/forstbotanik/zoologie/forschung/forschungsprojekte/abgeschlossene-forschungsprojekte/abgeschlossene-forschungsprojekte/untersuchung-einheimischer-raubsaeuger-und-deren?fbclid=IwAR3Xb4aZsoPNtE8H22CGSmq8WEg-ASQLea-Eyw_EXkdA1MUppD1yl3FfFiY

Marderfang in der Stadt

Marder tierschutzgerecht fangen – Abfangkiste

Marder in Kofferfalle

Ein Steinmarder sitzt gefangen in der Kofferfalle

 

Wer Steinmarder als ungebetene Mitbewohner im Haus hat will sie loswerden. Neben Getrappel und Geschrei, stinken Beutereste und Kot und Urin sickern manchmal in die Decke. Auch das eine oder andere Auto wird zerbissen, wenn Marder sich im Motorraum austoben.

Wenn möglich, sollte man alle noch so kleinsten Zugangsmöglichkeiten ins Haus verschliessen. Oder man sorgt per Elektrozaun für unangenehme Sperren. Als Soforthilfe oder wo anderes nicht möglich oder sehr teuer wäre kann man in aller Regel Steinmarder mit Fallen fangen. Eine gute Möglichkeit sind die sehr geräumigen aber noch transportablen Kofferfallen, die alle Tiere lebend und unversehrt fangen.

Sehr oft kommen erstmal die ganzen Katzen aus der Nachbarschaft und schauen, nach, was da so interessant riecht. Diese werden unverzüglich wieder freigelassen. Auch der Marder ist neugierig, sieht das Köderei und riecht die speziell entwickelte Wildmagnet-Paste, betritt im Innern der Falle das Auslösebrett und fängt sich. Die Falle ist innen glatt und absolut dunkel, der Marder kann sich nirgendwo verletzen, es wackelt nichts, woran er arbeiten könnte und ein Fallensystem meldet sofort, sobald die Falle zuklappt.

Der Marder wird dann über eine Klappe in eine kleinere Kiste/Falle laufen lassen und zum Fangschuß in ein Revier gebracht, wo schiessen erlaubt ist. Wie der Marder reagiert sieht man im Video. Sehr ruhig sondiert er die Lage:

Praxistag Niederwildhege – Seminar im Offenland

Blühfläche

Wildkräuter Blühmischung bei Gabsheim

 

Ein Tag im Feldrevier zwischen Praxis und Werkstatt

Wann: Sonntag, 12. August 2018, Revier Gabsheim

Die klassischen Niederwildreviere sind rar geworden, genauso wie das Niederwild darin. Wir wollen an diesem Tag das 800 ha Revier Gabsheim in Rheinhessen mit seinen für das Niederwild relevanten Eigenheiten inspizieren. Neben den vorhandenen Hecken und Baumreihen, Naturschutzausgleichsflächen und Wäldchen bieten vor allem die im Feld verteilt angelegten insgesamt 17 Hektar Blühflächen allen wildlebenden Tieren einen essentiellen Lebensraum.

Flugwildmischung

Biotopfläche mit Flugwildmischung

Wir besprechen die unterschiedlichen Wege zum Beschaffen von Biotopflächen, deren Anlage mit für die unterschiedlichen Artansprüche geschaffenen Wildkräutermischungen und weiteren Pflanzen, wir sehen, füllen und bauen Fütterungseinrichtungen für Fasane und Rebhühner, wir schauen im Gelände eingebaute Fallen an und bauen neue dazu, begutachten Hochsitze und deren Standorte.

Wildkräuterfläche

Wildkräuterfläche

Die Möglichkeiten die EU-Agrarpolitik zur Förderung zu nutzen wird Thema sein, genauso wie die Regeln, die Landwirte einhalten müssen. So soll ein Verständnis für die Zusammenhänge des Lebens und Arbeitens in der Feldflur geschaffen werden.

Einsaat im Mai

Jäger und ehemaliger Landwirt hilft im Revier

Das Insektensterben ist mit diesen Flächen kein Thema, hier wimmelt, summt, brummt und krabbelt es! Der Aufwuchs bleibt über den Winter als Deckung stehen und bietet im zeitigen Frühjahr schon Deckung für junge Hasen und später den Rebhühnern Reviere zum Brüten.

 

Dauer: 09:00 bis 18:00 Uhr (im Feld, beim Werkeln und in der Theorie)

Kosten: 60,- Euro pro Teilnehmer, bitte per Mail anmelden

Veranstalter: Jagdschule Frankfurt Wildtiermanagement Axel Seidemann

Lehrgangsleitung: Axel Seidemann, professioneller Jäger und Landwirt als Vermehrer von autochthonem Wildkräuter-Saatgut

Lehrgang zur Fangjagd-Sachkunde – Samstag, 14. Juli 2018 in Darmstadt

Beton-Wipprohrfalle

Aufbau einer Dose-IV Beton-Wipprohrfalle mit Blechumbauung

 

Fangjagd-Sachkunde

 

Grundlagen des Fallen stellens

 

Lehrgang: Fangjagdlehrgang nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes, gem. Ausbildungsrahmenplan § 40, Abs. 2 der Hessische Jagdverordnung

 

Wann: Samstag, 14. Juli 2018

 

Wo: Schulungsraum und Gelände des Jagdklub Darmstadt,

Rheinstrasse 162, 64295 Darmstadt, www.jagdklub-darmstadt.de

 

Dauer: 09:00 bis 18:00 Uhr (4 Stunden Theorie und 4 Stunden Praxis)

 

Kosten: 60,- Euro pro Teilnehmer

 

Veranstalter: Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

 

Lehrgangsleitung: Wolfgang Rillich

 

Referenten: Axel Seidemann, Jagdschule Frankfurt, Wildtiermanagement

Andreas Thierfelder und Stefan Bechtel, Ausbildungsleiter der Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

 

Seminarinhalt:

Wer in Hessen Fallen stellen will, in denen sich Wildtiere fangen können oder sollen, muss dafür sachkundig sein. Mit diesem eintägigen Sachkundelehrgang erwerben Sie die grundlegenden Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Hessen, sehen und stellen die gängigsten modernen Fallentypen und erfahren wann, wie und wohin man eine Falle erfolgversprechend platziert.

Der Tag gliedert sich in die Vorstellung moderner lebend und unversehrt fangender Fallen nach § 38 der Hessische Jagdverordnung, wie der Beton-Wipprohrfalle, transportabler Kofferfallen oder leichter Kastenfallen. Darüber hinaus behandeln wir auch die Totfang-Eisen wie Schwanenhals und Ei-Abzugseisen gem. § 37 der Hessischen Jagdverordnung. Außerdem Drahtkastenfallen, Jungfuchsfallen und damit man weiß wovon man spricht auch die nicht mehr zulässige Conibearfalle, das Tritteisen und die in Hessen seit kurzem verbotene Wieselwippbrettfalle. Moderner Technik und Möglichkeiten folgend besprechen wir auch elektronische Fallenüberwachungssysteme im Vergleich und ebenso noch die traditionellen mechanischen Fang-Fernmelder.

Die Hessische Jagdverordnung wird erläutert, dazu weitere relevante Verordnungen und Gesetze, die den Fallensteller betreffen, auch und gerade im Befriedeten Bezirk. Hier darf jeder Sachkundige selbst als Jagdrechtsinhaber – oder in dessen Auftrag handelnd – Wildkaninchen und Beutegreifer fangen.

Nach der Mittagspause mit eigener Verpflegung aus dem Rucksack geht es an die einzelnen Fallen, jeder darf mal stellen oder auslösen, wir simulieren den kompletten Prozess vom Aufstellen bis zum Abfangen. Wahl der Köder, anbringen, erneuern, wechseln.

Von den geschichtlichen Anfängen bis zum heutigen AIHTS Abkommen spannt sich inhaltlich der Bogen. Immer unterfüttert mit Bildern, Geschichten, wissenschaftlichen Untersuchungen und den meisten Fanggeräten in echt zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren vor Ort.

Dazu stellen wir auch Beispiele von erfolgreichen Artenschutzprojekten vor, die Fallen stellen und Reviere, die durch intensiv praktizierte Fangjagd so viel Niederwild haben, dass sie es auch bejagen können.

Liste mit frei verfügbaren Anleitungen zum Bau von Fallen

Hier finden sich Links zu Anleitungen zum Fallenbau aller Art. Vor dem Kauf und Bau bitte immer erst Hirn einschalten!

Bau einer Beton-Wipprohrfalle

Matthias Dose baut an einer Wippe für die Beton-Wipprohrfalle

 

 

Der Inhalt dieses Artikels wird stetig erweitert:

 

Einbau von Jungfuchsfallen – Schritt für Schritt

Einbau von Drahtfallen mit zwei Klappen, um komplette Jungfuchsgehecke abzufangen

 

Lippische Raubwildfalle mit optischem Auslöser Trigga

Aufbauanleitung einer großen Falle aus Beton- oder Waschbetonplatten mit einem berührungslosen Auslösesystem

 

Der Multifangbunker nach Wildmeister Thomas Berner

Kompakte Lebendfangfalle für Marder aus 50cm Betonplatten

 

Fangjagd Informationen

Im Bereich der Fangjagd hat sich in jüngerer Vergangenheit einiges getan. Auf Tritt auslösende Tellereisen sind verboten, offene Drahtfallen sind oft nicht tierschutzgerecht, viele effektive Totschlagfallen sind seit langem verboten, weil sie nicht selektiv fangen. So haben sich eine Reihe Innovationen ergeben:

Peter Kayser Beton-Wipprohrfalle

Fallen-Tüftler Peter Kayser aus Oldenburg baut eine seiner Beton-Wipprohrfallen mit Beton-Fertigteilen als Umbauung auf.

 

 

Wildmeister Artur Amann aus Darmstadt-Kranichstein hat vier Betonrohre in Reihe gelegt und in der Mitte eine Schnur gespannt. Zum drüber stolpern oder zum ziehen am Köder. Nach dem jeweils äußeren Rohr fallen Schieber runter. Der Jagdwissenschaftler Heinrich Spittler aus Düsseldorf hat dann die Schieber umbaut und einen Schacht für die Köderöffnung dazu konstruiert, um das Ganze unter der Erde zu verstecken. Auslöser ist eine Gabel mit gespannter Stolperschnur oder in der Weiterentwicklung ein Holzstück, das der Fuchs mit dem Rücken berühren muss.

Jahre später hat der Metallbauer Matthias Dose aus der Nähe von Lübeck an seiner Amann-Falle im Schnee entdeckt, dass der Fuchs auf beiden Seiten im Rohr war, aber entweder nicht hungrig genug gewesen ist oder ihm der Köder nicht gepasst hat. Also kam ihm die Idee der Neugier-Falle. Er hat ein mittleres, fünftes Betonrohr genommen, auf eine Wippe gestellt und fängt damit jedes Tier, das aus Neugier die Falle betritt, um mal zu schauen, was da so riecht.

Der frühere Kinderspielplatz-Konstrukteur Peter Kayser aus Oldenburg fand das Prinzip gut. Ihn störte die notwendige große Umbauung und die Anfälligkeit der Wippe gegen Erdeintrag. So hat er die Schieberkästen der Spittlerfalle mit einer niedrig bauenden Kiste aus Betonfertigteilen kombiniert und das wippende Rohr an den Seitenteilen aufgehängt. Eine der elegantesten Konstruktionen bisher.

Heute gibt es viele Hersteller und Verkäufer von Fallen aller Arten. Wichtig ist immer, die jeweiligen Landesgesetze zu beachten und den Grundsatz des Tierschutzes, kein Leiden zu verursachen. Also müssen die Fallen entweder selektiv sein und sofort töten oder unversehrt lebend fangen. Das bedeutet für die Lebendfallen innen dunkel zu sein und nur glatte Wände haben ohne bewegliche Teile, die würden zum Nagen animieren.

Übersicht zu Fangjagdregelungen der Bundesländer

https://www.jagdverband.de/node/4840

hier eine Liste mit Fallenherstellern:

http://www.wipprohrfalle.de/      Matthias Dose, Erfinder der Beton-Wipprohrfalle, auf Auslöser für Kofferfalle nach RJ Paul Rößler

http://www.krefelder-fuchsfalle.de/   Wippe im Rohrboden, getest analog der AIHTS-Kriterien auf tierschutzgerechten Fang

https://www.trapperprofi.de/de/index.html  Nachbau ganz vieler Fallen, u.a. der Kayser-Falle aus Beton-Fertigteilen als Umbau

http://www.wildmelder.de/trigga.php Lippische Raubwildfalle aus Gehwegplatten mit optischem Auslöser (Trigga)

http://www.fallenbau-weisser.de/tierfallen.htm klassischer Hersteller der Totfangeisen, auch Jungfuchsfallen, Spittlerfalle u.a.

http://www.hwkock.de/kastenfalle.html große, gute Holzkastenfalle

https://www.jagdfallen.eu/ leichte, zweckmäßig Fallen aus Siebdruck, ok für den Einstieg und einfach zu fangende Arten

http://kieferle.com/jagdbedarf/ Wiederverkäufer diverser Fallen

https://shop.eiderheim.de/reviereinrichtungen/reviereinrichtungen/fallen.html Amann-Falle, Kastenfalle, Abfangkörbe uvm.

http://www.rieselfelder-blockaderohr.de/ Falle für den Einbau im Kunstbau

 

http://www.wildmelder.de/wildmelder.php  bewährtes Fallenüberwachungssystem auf GSM-Handy-Technik mit Hochleistungsakkus

https://www.trapperprofi.de/de/trapmaster.html neues Fallensystem mit Bleiakku und Meldungen über Internet

https://www.minkpolice.com/de/ Fallenüberwachnung mit Meldungen über Internet, günstige Lösung

 

https://wildmagnet.de/ ist ein hervorragendes Lockmittel für Fallen, Kirrungen, Luderplätze oder Angelköder

 

 

Marder mit Kofferfalle fangen und klassisch Frettieren mit RTL Hessen

 

Kofferfalle im Einsatz, um Marder zu fangen

 

Kofferfalle

Kofferfalle

 

 

Einbau von Jungfuchsfallen – Schritt für Schritt

Mitte April bis Mitte Mai ist die Zeit, alle bekannten Baue auf vorhandene Jungfüchse zu kontrollieren. Der verlinkte Artikel ist in der Pirsch erschienen und ins Füchse Sonderheft aufgenommen worden.

 

Fallenjagd – Argumente und Forschung

Zum Thema dieser Seite, Jagd und Naturschutz, kann man unterschiedliche Meinungen haben. Aber man sollte wenigstens versuchen den Überblick zu haben und zu wissen, wovon man spricht. Von den Leuten, die diese Seiten besuchen, bekomme ich auch mal böse Briefe per Mail. Im Anschluß habe ich deswegen zusammengestellt, was Stand der Wissenschaft zu Prädatoren und gefährdeten Arten im Offenland und bei Wiesenbrütern ist.

> Kiebitz ( kiebitz2 (at) ….de ) hat am 3. September 2013 um 22:54 geschrieben:
>
> http://www.natur-jagd.de/?page_id=244
>
> Da denkt man eine Seite gefunden zu haben, die Jagd
> und Natur in Einklang bringt und was finde ich da??
> Einen völlig durchgeknallten Fallensteller, also ein
> Tierquäler ersten Grades in meinen Augen.
> Fürchterlich und dann noch Arrogant, Eingebildet und
> keine Ahnung von den wirklichen Zusammenhängen..
> Wer ist verantwortlich dafür solchen, in meinen
> Augen, selbstsüchtigen und durchgeknallten Leuten
> den Jagdschein zu geben und sie auf wehrlose Tiere
> loszulassen????
> Ich bin wirklich entsetzt!!
> Birgit, die keine Jagdgegnerin ist, aber der die Kreatur
> lebenswert erscheint, als das man sie süchtigen
> Fallenstellern opfert

Hallo Birgit,
man kann immer unterschiedlicher Meinung sein, aber man sollte doch wenigstens die Zusammenhänge kennen und keine Dinge unterstellen, wenn man offensichtlich nicht weiß, wovon man schreibt, wie in Deinem Fall.

Vielleicht versuche ich es mal so: Jagd ist Teil der Natur, wir haben immer noch unsere spitzen Eckzähne und ein Allesfressergebiss, weil wir in unserer Entwicklung mal damit andere Tiere gefangen haben, um die zu fressen. Kühe und Rehe haben keine spitzen Eckzähne, die fressen nur Grünzeug. In unserer modernen Welt wohnen wir in Häusern, fahren Autos, nutzen Kühlschränke und auch bei der Jagd nutzen wir weiterentwickelte Dinge. Die Umwelt um uns herum haben wir massiv verändert.

Wo früher die wildlebenden Tiere im Winter in die Auen konnten, um dem Winter in den Bergen auszuweichen sind heute überall Städte, Autobahnen, Mauern und Zäune. Alles Kulturlandschaft vom Menschen überformt, mit Natur hat das wenig zu tun. Im Wald arbeitet der Förster, um Bäume zu Geld zu machen, auf den Feldern sind mehrfach im Jahr Traktoren unterwegs, um für Menschen möglichst viel Ertrag pro Fläche herauszuholen. Das hat nichts mit Natur zu tun und auch nichts mit der Jagd, beeinflusst aber massiv die Ökologie in diesen Bereichen.

Für meinen Teil schlägt mein Herz für das sogenannte Offenland. Also da wo Feld an Feld grenzt, der Boden bis an den Beton des Weges heran umgedreht wird, wo Monokultur an Monokultur grenzt und alles, was unerwünscht ist, mit Chemie totgespritzt wird. Es bleibt kein Flecken ungenutzt. Kein Stück bleibt mehr brach, wo Insekten, Vögel oder Säugetiere einen Platz finden würden. Jetzt gibt es in dieser Landschaft aber eigentlich sehr viele unterschiedliche Tierarten, die dort zu Hause sind.

Zum Beispiel der von Dir als Namen gewählt Kiebitz hat seinen Lebensraum in offenen Flächen, nicht im Wald. Er brütet auf niedrig bewachsenen Feldern, möglichst in der Nähe von nassen Stellen, damit die Küken, die nur begrenzt mobil sind, was zu fressen finden. Sie brauchen Insekten und weichen Boden, um welche zu finden.

In der modernen Landbewirtschaftung hat der Mensch aber sehr viele Gräben gezogen, um das Land trocken zu legen, um Felder statt Feuchtbiotope zu haben. An Kiebitze hat keiner gedacht.

Es werden Herbizide eigentlich auf jedes Feld gesprüht. Es gibt im Feld kaum noch die heimische Viefalt an Ackerkräutern, das hat das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Rheinland-Pfalz in einer Studie festgestellt.

Blühende Wildkräuter zu unterschiedlichen Zeitpunkten sind aber die Voraussetzung für viele Insekten. Sei es als Larve oder als adultes Tier. Und Küken brauchen Insekten. Sie ernähren sich davon in den ersten Lebenstagen, egal ob Meise, Kiebitz oder Rebhuhn.
Wo gibt es noch diese blühende Vielfalt? Vor allem auf den extra dafür angelegten Flächen. Zum Beispiel auf meinen Flächen!

Was hast Du bisher getan, um Insekten zu fördern?

Die Vogelschutzwarte Frankfurt ( http://vswffm.de/v/vsw/content/e3884/e4324/e4336/Artenhilfskonzept_Kiebitz_2011.pdf) hat ebenso wie die Universität Göttingen ( http://www.rebhuhnschutzprojekt.de/nahrungsverfuegbarkeit.html ) festgestellt, dass speziell zusammengestellte Wildkräutermischungen eine sehr hohe Menge verfügbarer Insekten-Biomasse für die Küken bieten.

Nach Untersuchungen des Bundesamts für Naturschutz im Jahr 2012 ( http://www.bfn.de/0401_pm.html?tx_ttnews[tt_news]=4274 ) ist der Kiebitz um bis zu 75% zurückgegangen. Das Rebhuhn um 90%. Warum schreien alle Naturschützer immmer nach dem Kiebitz und niemand nach dem Rebhuhn, wo das doch noch viel stärker durch Rückgang bedroht ist?

Oder gar die Großtrappe, die einen ähnlichen Lebensraum bevorzugt und kurz vor dem Aussterben ist. Die Trappen haben seit etwa 20 Jahren im Freiland kein Küken mehr flügge bekommen.

Wie Bellebaum und Langgemach mit Hilfe auch Anderer ( http://www.biem21.de/cms/media.php/lbm1.a.2334.de/vsw_praedation.pdf) schon 2005 festgestellt haben sind Raubsäuger sehr häufig für die Verluste der Gelege und brütenden Vögel verantwortlich. Wer will kann dort weit in die Tiefe gehen und sich die Details selbst durch lesen.

In Deutschland wird seit 1986 flächendeckend gegen Tollwut bei Füchsen geimpft. Da die Tollwut eine nicht heilbare, tödliche Krankheit ist, haben wir Menschen diese in unserer Umwelt ausgeschaltet. Wir wollen nicht an Tollwut sterben. Jetzt sterben aber auch keine Füchse mehr an Tollwut.

Im Jahr 1985 gab es in Westdeutschland nach telefonischen Angaben des Bundesumweltministeriums noch ca. 10.000 Fälle von Wildtiertollwut. In der Streckenstatistik der Jäger erfasst sind 4.955 tollwütige Füchse für dieses Jahr. ( http://www.jagdnetz.de/datenundfakten?meta_id=254) Seit 2008 ist Deutschland tollwutfrei, es sterben aber auch keine Füchse mehr daran.

Die Fuchsstrecke im Jahr 1992 ist die älteste, die ich finden konnte und betrug 442.630 Füchse. Sie stieg auf 692.678 nach drei Jahren. Da man nur davon viel erlegen kann, wovon auch viel da ist, kann man davon ausgehen, dass die Füchse sich prächtig vermehrt haben.

Im Jahr 2013 ist neben Staupe die Räude eine sehr häufige Todesursache bei Füchsen. Dabei werden die Füchse von Milben befallen, die sich von der Lunte her in der gesamten Oberhaut ausbreiten. Das Fuchs magert ab, verliert seine Haare und stirbt nach juckenden Wochen an Entkräftung. ( http://www.fuechse.info/index.php?navTarget=faq/33_raeude.html )

Nach Bundesjagdgesetz ( http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bjagdg/gesamt.pdf ) gehört zum Jagdrecht auch die Pflicht zur Hege. Da das so wichtig ist, steht das im Paragraphen 1, Absatz 1. Gefolgt von der Definition: Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines… artenreichen und gesunden Wildbestandes. Später folgt dann im §23 „Der Jagdschutz umfaßt … den Schutz des Wildes insbesondere vor … Wildseuchen…“.

Deshalb haben Jäger auch bei der Handauslage von Tollwut-Impfködern gegen die Tollwut geholfen, mich eingeschlossen. Der Jäger vor Ort weiß in aller Regel, wo die Füchse laufen. Viel besser als der Amtstierarzt aus der Schreibstube.

Jetzt habe ich weit ausgeholt, um verständlich zu machen, dass ich mir das nicht ausgedacht habe, sondern sehr viele Leute sich schon lange damit beschäftigen. Und die publizieren auch einiges dazu. Eine Suche in einer Suchmaschine fördert jede Menge Räuber-Beute Studien zutage. ( http://scholar.google.de/scholar?hl=de&q=predation&btnG=&lr= ).

Nun ist eine singulare Betrachtung nur einer oder zweier Arten in der belebten Umwelt nicht möglich. Die Ökologie beschreibt immer ein Netz von Zusammenhängen, das wir oft noch gar nicht verstehen und es sich vor unseren Augen so schnell ändert, dass wir erst lange hinterher merken, dass sich etwas verändert hat. In der kahlen, intensivierten Agrarsteppe der modernen industriellen Landwirtschaft fehlen Grenzlinine, die früher häufig waren. Es baut niemand mehr seine eigenen Kartoffeln im Feld an, es hat keiner mehr eine Kuh im Stall oder ein Pferd, für die er kleine Kleestreifen Stück für Stück mäht.

Jeder Landwirt versucht durch den Tausch von Flächen seinen Acker möglichst groß am Stück zu haben. Das ermöglicht effektiv zu fahren und Kosten zu sparen. Das ist Ziel und Ergebnis der Agarförderung der EU, die die Großen fördert. Das Verschwinden der Kleinbauern ist hier schon weit fortgeschritten.

Mit den kleinparzellierten Feldschlägen verschwindet aber auch die Vielfalt der Kulturlandschaft. Getreide, Raps und jede Menge Mais beherrschen die Felder. Dazwischen bleibt nichts stehen, die immer besser werdenden Agrarchemiekalien tilgen immer effektiver die unerwünschten Beikräuter, Beizmittel machen junge Pflanzen giftig für Insekten, die sich davon ernähren.

Niemand kann genau sagen, warum die Rebhühner so wenige geworden sind, niemand sagt das Bienensterben liegt an der Agrarchemie. Das ist auch nicht so einfach zu erforschen und die Studien zur Zulassung der Chemikalien können ja gar keine Langzeitstudien beinhalten, dafür wird zu viel immer wieder neu entwickelt. Auf jedem Kanister stehen aber jede Menge Giftzeichen drauf! Vor allem für Gewässer gefährlich.

Eine ganz praktische Tatsache und auch logisch nachzuvollziehen ist aber folgendes: Wo der Lebensraum paßt, Plätze zum Verstecken da sind, die Nachkommen gesetzt und gebrütet werden können und danach genug zu Fressen finden, können sich Arten, die viele Nachkommen produzieren schnell im Besatz erholen. Rebhuhn und Feldhase sind Arten die sehr schnell reagieren könnten.

Allerdings treffen die wenigen Nachkommen auf viele Räuber und so bleibt am Jahresende weniger übrig als vorher und die Dichte der Art nimmt ab. Das ist Alltag in Deutschland 2013.

Was tust Du, damit nicht alle Gelege gefressen werden und nicht alle Nachkommen der Beutetiere gleich eingesammelt werden und in den Bau gebracht werden?

Der Fuchs ist ein Opportunist. Er nimmt das, was einfach zu bekommen ist. Genau wie wir, weiß er wo gute Futterstellen sind. Da im Feld viele Füchse laufen und nur noch wenige Flächen überhaupt tauglich sind, um Gelege oder Junghasen hineinzusetzen, haben die Rebhühner oder Hasen kaum eine Chance. Im Falle des Kiebitz gab es mehrere Projekte, um die Gelege zu schützen.

Ergebnis wie hier:
„Unmittelbar nach der Errichtung des Elektrozauns siedelten sich 11 Paare im gezäunten Bereich an und begannen mit der Eiablage. Durch einen nächtlichen Spannungsabfall 14 Tage später konnten offenbar Prädatoren in den eingezäunten Bereich gelangen, so dass am folgenden Morgen nur noch ein (!) bebrütetes Gelegevorhanden war.“ ( von http://vswffm.de/v/vsw/content/e3884/e4324/e4336/Artenhilfskonzept_Kiebitz_2011.pdf )

Die Dichte der Füchse nur durch die Jagd mit der Waffe zu reduzieren ist nicht möglich, solange man nachts nichts sieht. In Deutschand sind sowohl Scheinwerfer als auch Nachtzielgeräte verboten. Da die vorsichtigen Füchse aber nur des nachts umherlaufen, muß man andere Mittel suchen, um sie zur Beute machen.

Hier bieten sich Fallen an. Wie Du jetzt daraus schließt, ich sei durchgeknallt und ein Tierquäler ersten Grades erschließt sich mir noch nicht. Dass ich arrogant sei, hat mir bisher auch noch niemand vorgeworfen und ich hoffe Du hast durch meine Schilderungen eine gewisse Idee von den Zusammenhängen bekommen.

Spätestens nach dem Studium der Literatur hierzu solltest auch feststellen, dass es eine Diskrepanz in unserer Umwelt gibt, zwischen Räubern und ihrer Beute.
„Nachdem die Tollwut in Deutschland in den letzten zwanzig Jahre erfolgreich bekämpft worden ist, hat die Fuchs-Population stark zugenommen“, “ Nach neueren Studien ist der Fuchs in mehreren Wiesenvogelgebieten Deutschlands und den Niederlanden der Hauptprädator“, „wurde am häufigsten der Fuchs als Prädator genannt“ sind Zitate aus den oben verlinkten Studien.

In Niedersachsen haben ganz offizielle Naturschützer Fallen gestellt und siehe da, es kommen wieder Küken der bedrohten Wiesenbrüter durch ( http://medienjagd.test.newsroom.de/holy_dmmer_ev_prdatorenmanagement.pdf ) Das haben die Kollegen von Nabu und Co. bisher nicht gescchafft, egal wie toll der Lebensraum gestaltet wurde.

Egal ob Kiebitz, Rebhuhn oder Feldhase, wenn es einer der Arten gut geht und ihr Nachwuchs groß wird, dann profitieren auch sehr viele andere Arten davon. Das Rebhuhn kann man als Leitart im Offenland nehmen.

Wo sind hier Leute wie Du, die böse Mails schreiben?

Heutige Fallen, die bei mir im Einsatz sind, fangen die Tiere lebend und körperlich unversehrt. Ein angebrachter Wildmelder ( http://www.wildmelder.de/ ) sagt mir sofort Bescheid, sobald eine Klappe fällt und ich kann schneller reagieren als je zuvor. Die Fallen sind aus Betonrohren mit 30 Zentimeter Durchmesser gebaut. Da kann sich jeder Fuchs drin umdrehen und zusammenrollen.

Es ist innen dunkel und bietet keine Angrifffsfläche, um sich herausnagen zu wollen. Gefangene Tiere werden mit einer ebenfalls dunklen Holzkiste aus der Falle geholt und dann kann man sehen, was man gefangen hat. Füchse werden unverzüglich mit einem sofort tödlichen Schuß ins Hirn getötet, nichtjagdbare Tiere werden laufen gelassen und Katzen kommen ins zuständige Tierheim. Die wollen mich dort gar nicht mehr sehen, davon abgesehen. Niemand will verwilderte Hauskatzen haben, im freien Feld können sie aber auch nicht bleiben.

So wie Du schreibst gehe ich davon aus, Du hast noch keine Falle aus der Nähe gesehen, oder warst dabei, als ein gefangenes Wildtier aus der Falle geholt wurde? Das geht zügig und hat mit Tierquälerei nichts zu tun. Wir können nicht unsere Umwelt total umkrempeln, einen gravierenden Mortalitätsfaktor ausschalten und dann sagen, die Natur regeln alles von alleine.

Wie wir sehen, sterben jeden Tag etliche Arten unwiderbringlich aus, nicht nur im Regenwald. Auch bei uns. Die Bundesregierung hatte das erklärte Ziel, bis zum Jahr 2010 des Artensterben in Deutschland zu stoppen schon wohlweislich auf das Jahr 2020 verschoben. Wenn es so weiter geht, wird auch das nicht machbar sein. ( http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uno-projekt-merkel-fordert-sofortiges-handeln-zum-artenschutz-a-670787.html )

Jäger sind die Einzigen, die sich rechtlich um wildlebende Tiere die dem Jagdrecht unterliegen, kümmern dürfen. Sowohl um Hase wie auch um Fuchs. Unter ihnen sind ein paar wenige, die sich auch mit Fallen auskennen und welche stellen.

Leute wie ich geben viel von ihrem eigenen Geld aus, um Flächen zu pachten und herzurichten, damit Wildtiere einen Platz zum Leben finden. Wir stellen unter anderem Fallen, um die vielen Füchse und auch Marder oder Waschbären zu dezimieren, damit vom Nachwuchs etwas groß werden kann. Das kostet auch viel Zeit.

Was ist jetzt daran selbstssüchtig? Ein bisschen verrückt schon, aber das muss man wohl sein, wenn man seine Passion mit vollem Engagement betreibt und solange an einer fundierten Antwort auf eine freche Mail tippt.

Dem einzelnen Individuum geschieht nichts bis zum Fangschuß, der Population hilft’s da weniger Dichte weniger Krankheiten bedeutet und den Beutetierpopulation hilft es auf die Beine und raus aus der Prädatorenfalle.

Das ist Teil der Biodiversität die von der Uno seit der Konferenz von Rio 1992 propagiert wird und deren Abkommen von der EU und Deutschland ratifiziert wurden. Jagd zählt zu nachhaltiger Nutzung. Jedenfalls deutlich besser als Masssentierhatung und Flächenversiegelung. Aber das würde an dieser Stelle zu weit führen.

Jetzt hoffe ich Du kannst dem hier folgen und bekommst einen weniger einseitigen Blick auf Jagd und Fallenstellerei.

Gruß Axel

Fangen, Säen, Ernten – Revier-Reportage in der Pirsch

In der Jagdzeitschrift „Pirsch“ Ausgabe 18 und 19 im Jahr 2011 erschien diese zweiteilige Reportage über ein vorbildliches Niederwildrevier im rheinhessischen Osthofen. Revieroberjäger Christoph Hildebrandt bewirtschaftet mit sieben weiteren Jägern in seiner Freizeit ein gemeinschaftliches Revier mit zum Teil 160 Hasen pro 100 Hektar. Hier sind noch größere Jagden möglich. Der Besuch im Revier zeigt, wie Jungfuchsfallen, Biotophege und ewig lange Fallenpässe ineinander geifen.

Revierreportage Osthofen

Revierreportage Osthofen


Die Scans liegen hier

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