Naturschutz durch Jäger

über Biotopflächen für Niederwild

Kategorie: Lehrgang

Neuer Fangjagd Sachkundelehrgang im September 2021 – Fallenschein in Darmstadt

Lernen Sie die Grundlagen des Fallenstellens nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes

Werden Sie vom Fuchs-Streichler zum Fuchs-Fänger!

Fallen stellen ist in aller Munde. Die Leute finden wilde Tiere toll, solange bis sie davon betroffen sind – dann müssen die weg. Jeder Landhandel bietet Drahtkisten zum Verkauf an. Das ist weder effektiv noch tierschutzgerecht! Lernen Sie hier wie es besser geht. Geeignet für Jäger, Jagdscheinanwärter, Geflügelzüchter, Gartenbesitzer, Tierschützer zum Fang von zB. Katzen.

Lehrgang: Fangjagdlehrgang nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes, gem. Ausbildungsrahmenplan § 40, Abs. 2 der Hessische Jagdverordnung

Wann: Durch die Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben wir den Kursablauf leicht angepaßt. So wie unsere Jagdscheinanwärter seit zwei Jahren erfolgreich online lernen, werden wir das auch hier teilweise so praktizieren.

Dienstag, 21. September 2021, 19-22 Uhr Online Theorie I und

Donnerstag, 23. September 2021, 19-22 Uhr Online Theorie II.

Beide Teile sind zwingend zu besuchen, wir protokollieren die Anwesenheit. Wir nutzen die Software TeamViewer Meeting. Wer sich angemeldet hat, bekommt rechtzeitig vorher einen Kursnummer, mit der man sich dann in den Unterricht einloggen kann.

https://www.teamviewer.com/de/meeting über die Seite des Anbieters bekommt man die passende Software je nach gewünschtem Endgerät, Teilnehmer brauchen KEINE Anmeldung, WIR haben die passende Lizenz!

Um den Lehrgang abschließen zu können ist außerdem der Praxisteil obligatorisch zu besuchen. Das findet zwar im Freien statt, wegen der Abstände sind die Teilnehmenden aber in der Zahl begrenzt. Deswegen gibt es den Praxisteil mehrfach:

Praxis

Sonntag, 26. September 2021, 10-14 Uh oder

Sonntag, 26. September 2021, 15-19 Uhr.

Wo:

Theorie Online – wie oben beschrieben

Praxis auf dem

Gelände des Jagdklub Darmstadt
Rheinstrasse 162
64295 Darmstadt

Wegbeschreibung (Achtung, ist nicht direkt von der Rheinstrasse aus erreichbar!)

Dauer: 6 Stunden Theorie und 4 Stunden Praxis

Kosten: 60,- Euro pro Teilnehmer

Steinmarder in Krokodil-Kastenfalle gefangen.

Veranstalter: Jagdklub Darmstadt, Verein für Jäger und Sportschützen e.V., Mitglied im Landesjagdverband Hessen e.V., Abteilung Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Lehrgangsleitung: Axel Seidemann, Professioneller Jäger, Jagdschule Frankfurt Wildtiermanagement

Seminarinhalt: Wer in Hessen Fallen stellen will, in denen sich Wildtiere fangen können und sollen, muss dafür sachkundig sein. Mit diesem eintägigen Sachkundelehrgang zur Fallenjagd erwerben Sie die grundlegenden Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Hessen, sehen und stellen die gängigsten modernen Fallentypen und erfahren wann, wie und wohin man eine Falle erfolgversprechend platziert.

Krefelder Fuchsfalle – der herausnehmbare Boden dient als Auslöser

Der Tag gliedert sich in die Vorstellung moderner lebend und unversehrt fangender Fallen nach § 38 der Hessischen Jagdverordnung, wie der Beton-Wipprohrfalle, transportabler Krokodil-Kastenfallen oder leichter Kastenfallen. Darüber hinaus behandeln wir auch die Totfang-Eisen wie Schwanenhals und Ei-Abzugseisen gem. dem ehemaligen § 37 der Hessischen Jagdverordnung. Seit dem 15. Juli 2021  gilt die geänderte Hessische Jagdverordnung und Totfanggeräte sind verboten worden. Außerdem Drahtkastenfallen, Jungfuchsfallen und damit man weiß wovon man spricht auch nicht mehr zulässige Fallen wie die Conibearfalle, das Tritteisen und die in Hessen seit kurzem verbotene Wieselwippbrettfalle. Moderner Technik und Möglichkeiten folgend besprechen wir auch elektronische Fallenüberwachungssysteme im Vergleich und ebenso auch die traditionellen mechanischen Fang-Fernmelder.

Kayserfalle
Eine Beton Wipprohrfalle mit hängendem Rohr Original Kayser mit Wildmelder Fallenüberwachungssystem.

Die Hessische Jagdverordnung wird erläutert, dazu weitere relevante Verordnungen und Gesetze, die den Fallensteller betreffen, auch und gerade im Befriedeten Bezirk. Denn dort darf jeder Sachkundige selbst als Jagdrechtsinhaber – oder in dessen Auftrag handelnd – Wildkaninchen und Beutegreifer fangen.

Im praktischen Teil geht es an die einzelnen Fallen, jeder darf die verschiedenen Fallentypen mal stellen oder auslösen. Wir simulieren dabei den kompletten Prozess vom Aufstellen bis zum Abfangen, sowie die Wahl der Köder, das Anbringen, Erneuern und das Wechseln der Köder.

Wildmeister Thomas Berner hat gut Lachen. Er hat das Wildlockmittel Wildmagnet aus alten Rezepten und neuen Versuchen entwickelt. Endlich Schluß mit stinkendem Luder. Jeder der das riecht will wissen, was das ist und geht gucken. Die Ideale Kombination der Lockung in die modernen Fallen, die auf Neugier basieren und bereits auslösen, bevor das Wild den Köder überhaupt erreicht. Es muss nichts berührt oder gezogen werden.

Von den geschichtlichen Anfängen der Fangjagd bis zum heutigen AIHTS Abkommen spannt sich inhaltlich der Bogen. Natürlich immer unterfüttert mit Bildern, Geschichten, wissenschaftlichen Untersuchungen und den meisten Fanggeräten in echt zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren vor Ort.

Dazu stellen wir auch Beispiele von erfolgreichen Artenschutzprojekten vor, die Fallen stellen und Reviere, die durch intensiv praktizierte Fangjagd so viel Niederwild haben, dass sie es auch unverändert bejagen können und dürfen.

Damit der Fuchs auch bei Ihnen in die Falle geht!

Die Seminargebühr bezahlen Sie bitte in bar vor Ort. Sie bekommen dann am Ende des Lehrgangs eine Urkunde über die Teilnahme. Dieser Lehrgang wird in Rheinland-Pfalz und in Bayern ebenfalls anerkannt.

Angesichts der Corona-Regeln müssen alle Teilnehmer einen Mundschutz mitbringen und immer einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander haben! Es können nur Menschen die unter die 3G-Regel fallen, können teilnehmen. Geimpft, Genesen oder Getestet und das muss nachgewiesen werden. Die Bürokratie zwingt uns leider zu diesem aufwänndigen Verfahren. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es gibt ausreichend Termine und bei Bedarf werden wir weitere Seminare veranstalten.

In eine moderne Beton-Wipprohrfalle paßt sogar ein 30 kg Deutsch-Drahthaar – mit passendem Köder geht alles!

Je nach Entwicklung und Nachfrage wird es eventuell im Oktober einen weiteren Termin geben. Bei Interesse, auch wenn der jetzige Termin nicht paßt – bitte anmelden:

Zur Anmeldung bitte das Formular hier ausfüllen:

Anmeldung Fangjagd Sachkundelehrgang

Anleitung zum Bau einer Harzer Kastenfalle

Schritt für Schritt Anleitung zum Nachbauen – Von Revierjagdmeister Robert Ackermann, dem Leiter der Revierberatungsstelle beim Landesjagdverband Rheinland-Pfalz, fotografiert und beschrieben von Axel Seidemann

Eine werthaltige Falle die grundsätzlich alles fangbare Wild fangen kann. Von verwilderten Katzen über Marder, Waschbären, Jungfüchsen bis zu Nutria. Selbst Dachse und Altfüchse können damit zur Beute werden, wobei man generall festhalten sollte, dass dafür Beton-Wipprohrfallen besser geeignet sind.

Siebdruckplatten 21mm stark und senkrechte Fallklappen sorgen für tierschutzgerechten lebend und unversehrten Fang und ebenso für eine sehr langlebige Falle. Durch die Abmaße und das Gewicht ist die Falle durch eine Person noch gut umstellbar. Der doppelte Deckel ermöglicht Erkennen des gefangenen Tieres, sowie den eventuellen Fangschuß vor Ort.

So sieht eine fertige Falle aus, hier mit einem zahmen Fuchs zusammen fotografiert.
Schreiner Timo Deml hat eine große Tafel Siebdruckplatte mit 21mm Dicke auf seine Präzisionssäge gelegt. Er sägt aus Tafeln von 125 cm x 250 cm quer immer Bretter von 125 cm x 30 cm.
Auch das schmale Reststück wird gebraucht, daraus entsteht später die Auflage für den doppelten Drahtdeckel. Beim Sägen bitte immer auf die Finger aufpassen!
Revierjagdmeister Robert Ackermann längt 6 mm Rundeisenstäbe mit der Flex auf 143 cm ab.
Beim Flexen unbedingt auf den Funkenflug achten. Nackte Haut und brennbare Gegenstände vermeiden!
Damit später nichts passiert, werden die scharfen Kanten an den Enden mit einem Schleifstein abgeschliffen.
Die abgelängten Rundeisenstäbe werden in einen Schraubstock gespannt und per Hammer bei 8 cm vom Ende her auf 45 Grad krumm gebogen. Darauf ruhen später die Fallschieber.
Ein 34 cm langer Stelldorn wird bei 6 cm an einem Ende krumm gehämmert.
Dieser 34 cm lange Stelldorn kommt später unter das Auslösebrett.
Damit der Auslöser auch sehr fein auslöst, wird die Kontaktfläche am nach oben gebogenen Ende platt gehämmert. Das sorgt für nur geringe Auflageflächen.
So sieht es aus, wenn es fertig ist. Die Kontaktfläche ist platt gehämmert und wird mit der Zeit rosten. Sollte der Auslöser mit der Zeit zu schwergängig werden, kann man hier immer mal wieder polieren.
Als Gegenstück zum Auslösedorn nutzen wir das restliche Stück mit rund 20 cm von der ursprünglich 200 cm langen Eisenstange. Das 143 lange Stück mit den beiden gebogenen Enden wird auf die Werkbank gelegt. Während die Enden waagrecht liegen, wird der Auslösestab senkrecht drauf geschweißt. Und zwar mittig . Das ergibt die senkrechte Auslösestange, die wie in T-Stellung später nach unten geht. Das untere Ende kann man ebenfalls platt hämmern, aber auch rund lassen. Mit der Flex wird die Schweißnaht etwas geputzt und geglättet.
Den Auslösedorn legt man auf eine feste Unterlage und klopft mit einem Senker an zwei Stellen eine Delle, an denen man dann senkrecht zwei Löcher bohrt, parallel zu dem gebogenen Ende. Dort durch wird später das Rundeisen unter die Wippe angeschraubt.
Ein späteres Seitenbrett (125 cm x 30 cm) bekommt einen kleinen Schlitz, durch den im Betrieb der Stelldorn der Wippe durch geführt wird. Am Besten mit einem 8er Holzbohrer oben und unten das Ende bohren und dann mit einer Stichsäge die Längsseiten bearbeiten. Idealerweise wird innen ein Blech vor das Loch geschraubt, damit niemand auf die Idee kommt, an dem winzigen Loch zu nagen.
Aus den weiteren 30 cm breiten Brettern sägt Berufsjäger Robert Ackermann die kürzeren Bretter für den mehrteiligen Boden. 2 Stück a 50 cm x 30 cm und aus dem Reststück die Wippe mit 24 cm x 28 cm.
Zu Verständnis steht hier das Seitenbrett mit dem Schlitz neben den beiden Hauptbodenbrettern. Mittig darunter kommt ein Brett mit den Maßen 34 cm x 30 cm. Dazu braucht die Falle Widerlager am Ende: 2 Stück a 34 cm x 3 cm.
Nach diesen Teilen brauchen wir Fallschieber 2 Stück a 30 cm x 28,5 cm. Oben kommen seitlich Querstege 2 Stück a 30 cm x 10 cm.
Die Wippe die innen die Auslösung tätigt, macht noch etwas mehr Arbeit. Das Brett muss auf die passenden Maße reduziert werden. Wie oben geschrieben 24 cm x 28 cm.
Die Wippe muss sich an allen Seiten frei mit etwas Abstand bewegen können.
Bei einer guten Tischkreissge kann man den Schnittwinkel verstellen und so die Wippe vorne und hinten anschrägen. Auch hier kann man etwas Blech um die Kanten schlagen, muss aber nicht sein. Wer viele Ratten fängt muss irgendwann die Wippe erneuern.
Dann mus man sehr penibel die Mitte der Wippe ermitteln. Die Wippe muss später in der Waage sein. Mittig wird der Auslösedorn befestigt.
Die Höhe des Sägeblatts der Kreissäge wird auf halbe Bretterdicke (10mm) eingestellt.
Dann wird ein 10 mm tiefer Kanal in den Boden der Wippe gesägt. Breite ungefähr 8 mm.
An dieser Stelle passt Ackermann den gebohrten Stelldorn in den Kanal im Boden der Wippe ein. Wenn man im Bereich der Bohrlöcher das Rundeisen etwas abflacht, halten die Schräubchen besser.
Nun werden alle Teile zum Verschrauben bereit gestellt.
Die Fallschieber werden von Alu-U-Profilen geführt. Die Aluschienen sind 4 Stück a 50 cm x 3cm breit x 3 cm tief. Von innen werden je drei Löcher vorgebohrt, um die Schienen an die Seitenwand zu schrauben. Die Senkköpfe müssen versenkt werden, nicht dass der Fallschieber hängen bleibt. Um eigenen Verletzungen oder zerrissenen Hemdsärmeln vorzubeugen, rundet man am Besten auch hier die scharfen Kanten mit der Flex etwas ab.
Wie zu sehen, werden die Querstege flach oben verschraubt. Sie geben der Falle den stabilen Halt. Wer mag kann seine Aluschienen auch braun anpinseln, dem Wild ist das egal. Sinnvoll ist es die Schnittkanten mit extra Siebdruck Imprägnierfarbe zu streichen, das erhöht die Langlebigkeit enorm, da viel weniger Wasser ans Holz kommt.
Um die Wippe fertig einbauen zu können, braucht man ein L-förmiges Nägelchen was auf die dem Stelldorn gegenüberliegende Seite, genau mittig so genagelt wird, dass das lose Ende nach unten zeigt. In die Seitenwand kommt nun eine kleine Metallkrampe, genau auf der Höhe, dass die Wippe waagerecht stehen kann. Da muss man einfach etwas fuddeln, bis man sich sicher ist, wo genau man da hämmert. Darin wird die Wippe dann eingehängt und muss ohne Widerstand in beide Seiten wippen können!
Hier sieht man rechts wie der L-Haken neben der Krampe sitzt, der Waschbär hat die Wippe ausgehängt. Links sieht man noch Reste der Wildmagnet Lockpaste. In meinen Augen ein Meilenstein – nur noch eine Tube im Handschuhfach, immer dabei, statt stinkender siffender Brocken wie früher.
Das lange Auslösegestänge wird mit Rundschrauben an den Enden und in der Mitte angeschraubt. Alternativ gehen auch U-förmige Bleche mit zwei Schrauben seitlich. Um die Falle sichern zu können, wird seitlich des langen Stabes ein Riegel angebracht.
Jetzt fehlt noch der Zwischendeckel aus stabilem Draht zum Fangschuß geben. Es empfiehlt sich steifen 2-3 mm dicken verzinkten Draht bei rund 25 mm Maschenweite zu nehmen, der dann auf die gehobelten Latten aufgenagelt wird. Der fertige Rahmen hat die Masse 28 cm x 98 cm. Die Auflagen für das Kontrollfenster werden aus den Resten geschitten und sind 2 Stück a 105 cm x 2 cm lang.
Um die Fallschieber in Position zu halten, braucht es eine einfache Holzschraube die von aussen so an der Ecke angebracht wird.
Der 30 cm breite Deckel wird mit zwei Scharnieren befestigt. Innen macht man etwas Rolladengurt an beide Seiten, so dass der geöffnete Deckel offen bleibt aber nicht sich bis hinten durchbiegt.
Hier hat RJM Robert Ackermann eine Skizze zur Bauanleitung gemacht. Daraus sind hoffenlich alle Details erkennbar. Ackermann gibt auch Kurse im Fallenbau, wo jedes Jahr solche Fallen in der LJV Lehrwerkstatt unter Anleitung gebaut werden.
Hier steht eine Falle an einer Hecke und hat mehrere Jungfüchse gefangen. Seitlich ist noch eine Latte angeschraubt, um als Widerlager für den Abreißmagneten des Wildmelders zu funkieren Das Fallenüberwachungssystem mit Statusmeldung kontrolliert permanent den Zustand der Falle.
Wenn man nicht vor Ort schießen kann, empfiehlt es sich eine extra Abfangkiste zu bauen, um das Wild abzutransportieren oder zum Beispiel die verwilderten Katzen ins Tierheim zu bringen.
Wenn der Fangschuß in der Falle rechtlich und örtlich möglich ist, sucht man sich eine Lücke im Draht und positioniert die Münduung genau dazwischen. Eine .22 lfB Patrone reicht völlig aus!
Statt die Kastenfalle selbst zu beködern kann man diese auch als Durchschlupf zB zu einer umzäunten Mäuseburg nutzen.
Damit der Fuchs auch IN DIE FALLE geht folgt jetzt noch die Materialliste. Um eine neue Falle für den Einsatz vorzubereiten kann man diese voll mit losem Stroh stopfen und einige Hände Weizenkörner hineingeben. Das dann so ins Freie stellen und sehr schnell werden da Mäuse einziehen. Deren Urinspuren verwittern die Falle besser, als alles andere. Nach wenigen Wochen kann es dann losgehen. Waidmannsheil!

Die Materialliste

Fangjagd Sachkundelehrgang – neuer Termin zum Fallen stellen lernen

Lernen Sie die Grundlagen des Fallenstellens nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes

ein gefangener Waschbär sitzt in der Abfangkiste

Fallen stellen ist in aller Munde. Die Leute finden wilde Tiere toll, solange bis sie davon betroffen sind – dann müssen die weg. Jeder Landhandel bietet Drahtkisten zum Verkauf an. Das ist weder effektiv noch tierschutzgerecht! Lernen Sie hier wie es besser geht. Geeignet für Jäger, Jagdscheinanwärter, Geflügelzüchter, Gartenbesitzer, Tierschützer zum Fang von zB. Katzen.

Lehrgang: Fangjagdlehrgang nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes, gem. Ausbildungsrahmenplan § 40, Abs. 2 der Hessische Jagdverordnung

Wann:

Sonntag, 1. November 2020, und nochmal

Sonntag, 13. Dezember 2020

Wo: Schulungsraum und Gelände des Jagdklub Darmstadt
Rheinstrasse 162
64295 Darmstadt

Wegbeschreibung (Achtung, ist nicht direkt von der Rheinstrasse aus erreichbar!)

Dauer: 10:00 bis 19:00 Uhr (4 Stunden Theorie und 4 Stunden Praxis)

Kosten: 60,- Euro pro Teilnehmer

Krefelder Fuchsfalle – der herausnehmbare Boden dient als Auslöser

Veranstalter: Jagdklub Darmstadt, Verein für Jäger und Sportschützen e.V., Mitglied im Landesjagdverband Hessen e.V., Abteilung Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Lehrgangsleitung: Axel Seidemann, Professioneller Jäger, Jagdschule Frankfurt Wildtiermanagement

Seminarinhalt: Wer in Hessen Fallen stellen will, in denen sich Wildtiere fangen können und sollen, muss dafür sachkundig sein. Mit diesem eintägigen Sachkundelehrgang zur Fallenjagd erwerben Sie die grundlegenden Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Hessen, sehen und stellen die gängigsten modernen Fallentypen und erfahren wann, wie und wohin man eine Falle erfolgversprechend platziert.

Beton Wipprohrfalle von Matthias Dose mit Blechumbau und Minkpolice Überwachungssystem während des Aufbaus in einer Hecke

Der Tag gliedert sich in die Vorstellung moderner lebend und unversehrt fangender Fallen nach § 38 der Hessischen Jagdverordnung, wie der Beton-Wipprohrfalle, transportabler Kofferfallen oder leichter Kastenfallen. Darüber hinaus behandeln wir auch die Totfang-Eisen wie Schwanenhals und Ei-Abzugseisen gem. § 37 der Hessischen Jagdverordnung. Außerdem Drahtkastenfallen, Jungfuchsfallen und damit man weiß wovon man spricht auch nicht mehr zulässige Fallen wie die Conibearfalle, das Tritteisen und die in Hessen seit kurzem verbotene Wieselwippbrettfalle. Moderner Technik und Möglichkeiten folgend besprechen wir auch elektronische Fallenüberwachungssysteme im Vergleich und ebenso auch die traditionellen mechanischen Fang-Fernmelder.

Magnetschließer im ausgelösten Zustand an einer Kayser Beton Wipprohrfalle

Die Hessische Jagdverordnung wird erläutert, dazu weitere relevante Verordnungen und Gesetze, die den Fallensteller betreffen, auch und gerade im Befriedeten Bezirk. Denn dort darf jeder Sachkundige selbst als Jagdrechtsinhaber – oder in dessen Auftrag handelnd – Wildkaninchen und Beutegreifer fangen.

Nach der Mittagspause mit eigener Verpflegung aus dem Rucksack geht es an die einzelnen Fallen, jeder darf die verschiedenen Fallentypen mal stellen oder auslösen. Wir simulieren dabei den kompletten Prozess vom Aufstellen bis zum Abfangen, sowie die Wahl der Köder, das Anbringen, Erneuern und das Wechseln der Köder.

Wildmeister Thomas Berner hat gut Lachen. Er hat das Wildlockmittel Wildmagnet aus alten Rezepten und neuen Versuchen entwickelt. Endlich Schluß mit stinkendem Luder. Jeder der das riecht will wissen, was das ist und geht gucken. Die Ideale Kombination der Lockung in die modernen Fallen, die auf Neugier basieren und bereits auslösen, bevor das Wild den Köder überhaupt erreicht. Es muss nichts berührt oder gezogen werden.

Von den geschichtlichen Anfängen der Fangjagd bis zum heutigen AIHTS Abkommen spannt sich inhaltlich der Bogen. Natürlich immer unterfüttert mit Bildern, Geschichten, wissenschaftlichen Untersuchungen und den meisten Fanggeräten in echt zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren vor Ort.

Ein stattliches Nutria hat sich in einer Weka Invasiv Falle gefangen.

Dazu stellen wir auch Beispiele von erfolgreichen Artenschutzprojekten vor, die Fallen stellen und Reviere, die durch intensiv praktizierte Fangjagd so viel Niederwild haben, dass sie es auch unverändert bejagen können und dürfen.

Eine eingebaute Jungfuchsfalle. Unverzichtbares Werkzeug, um komplette Gehecke zu fangen. Erst wenn die Dichte der Raubsäuger niedrig genug ist, kommt der Nachwuchs von bodengebundenen Arten wie Kiebitz, Rebhuhn oder Feldhase durch.

Die Seminargebühr bezahlen Sie bitte in bar vor Ort. Sie bekommen dann am Ende des Lehrgangs eine Urkunde über die Teilnahme. Dieser Lehrgang wird in Rheinland-Pfalz und in Bayern ebenfalls anerkannt.

Angesichts der Corona-Regeln müssen alle Teilnehmer einen Mundschutz mitbringen und immer einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander haben! Die Teilnehmerzahl ist aktuell (Stand September 2020) auf 15 Personen begrenzt. Es gibt ausreichend Termine und bei Bedarf werden wir weitere Seminare veranstalten.

Die von der Jägerschaft getragene Fellwechsel GmbH verwertet tolle Winterbälge von allen Pelztierarten, die in Deutschland gefangen werden. Wild, ehrlich, nachhaltig!

Zur Anmeldung bitte das Formular hier ausfüllen:

Hochsitzbau unter Anleitung – praktischer Tageslehrgang

Eine ordentliche Kanzel, aus vor Ort wachsendem Stangenholz, selbst, sicher und kostengünstig zu bauen, lernen Sie an diesem Tag. Alles Material wird vorbereitet sein. Wir besprechen den passenden Standort und bauen dann mit vielen Händen eine Kanzel die allen Vorschriften der Berufsgenossenschaft zur Unfallverhütung entspricht.

Kanzel bekommt das Dach
Kanzel bekommt das Dach

Auch wenn man Ansitzeinrichtungen fix und fertig aus Kanthölzern kaufen kann, wollen wir hier möglichst natürlich und in die Landschaft integriert arbeiten. Mit dem Plan kann man dann loslegen.

Material für die Kanzel
Material für die Kanzel

Mit vielen Händen einer Menge von Jagdschülern, lernen hier alle zusammen zu arbeiten und schaffen eine Konstruktion die viele Jahre halten wird. Alle bisherigen Erbauer waren immer stolz auf „Ihre“ Kanzel. Durch die Höhe verschwindet der Jäger aus dem Sichthorizont des Wildes, verteilt seinen Geruch nicht vor Ort und hat einen deutlich besseren Winkel für den Kugelfang beim Schuß, was zur Sicherheit beiträgt.

die fertige Kanzel
die fertige Kanzel

Ort:

Jagdrevier Gabsheim

Wann:

Samstag,  12. September 2020

Dauer: 9 bis etwa 18 Uhr (auf Wunsch Möglichkeit zur Wildbeobachtung im Revier bis Dunkelheit)

Kosten: je Teilnehmer 60,- Euro

bitte melden Sie sich mit diesem Formular an:

Fangjagd Sachkundelehrgang – Fallen stellen lernen

Lernen Sie die Grundlagen des Fallenstellens nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes

Fuchs in Falle gefangen
Fuchs in Falle gefangen

Lehrgang: Fangjagdlehrgang nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes, gem. Ausbildungsrahmenplan § 40, Abs. 2 der Hessische Jagdverordnung

Wann:

Samstag, 5. September 2020 und am

Sonntag, 20. September 2020

Wo: Schulungsraum und Gelände des Jagdklub Darmstadt
Rheinstrasse 162
64295 Darmstadt

Wegbeschreibung

Dauer: 10:00 bis 19:00 Uhr (4 Stunden Theorie und 4 Stunden Praxis)

Kosten: 60,- Euro pro Teilnehmer

Krefelder-Fuchsfalle
Ein Hühnerei als Köder liegt auf der Wippe im Betonrohr einer Krefelder Beton-Wipprohrfalle. Im Schacht mit dem Gestänge ist das minkpolice Fallenüberwachungssystem untergebracht. Eine der modernen, zertifiziert tierschutzgerechten Fallen, die sehr gut und lebend unverserht fangen. Foto: Axel Seidemann

Veranstalter: Jagdklub Darmstadt, Verein für Jäger und Sportschützen e.V., Mitglied im Landesjagdverband Hessen e.V., Abteilung Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Lehrgangsleitung: Axel Seidemann, Professioneller Jäger, Jagdschule Frankfurt Wildtiermanagement

Seminarinhalt:
Wer in Hessen Fallen stellen will, in denen sich Wildtiere fangen können und sollen, muss dafür sachkundig sein. Mit diesem eintägigen Sachkundelehrgang zur Fallenjagd erwerben Sie die grundlegenden Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Hessen, sehen und stellen die gängigsten modernen Fallentypen und erfahren wann, wie und wohin man eine Falle erfolgversprechend platziert.

Trapperprofi Betonwipprohrfalle
Trapperprofi Betonwipprohrfalle

Der Tag gliedert sich in die Vorstellung moderner lebend und unversehrt fangender Fallen nach § 38 der Hessische Jagdverordnung, wie der Beton-Wipprohrfalle, transportabler Kofferfallen oder leichter Kastenfallen. Darüber hinaus behandeln wir auch die Totfang-Eisen wie Schwanenhals und Ei-Abzugseisen gem. § 37 der Hessischen Jagdverordnung. Außerdem Drahtkastenfallen, Jungfuchsfallen und damit man weiß wovon man spricht auch nicht mehr zulässige Fallen wie die Conibearfalle, das Tritteisen und die in Hessen seit kurzem verbotene Wieselwippbrettfalle. Moderner Technik und Möglichkeiten folgend besprechen wir auch elektronische Fallenüberwachungssysteme im Vergleich und ebenso auch die traditionellen mechanischen Fang-Fernmelder.

Wildmelder Fallensystem
Wildmelder-Konstrukteur Stefan Arzner mit Lötkolben an seinem Schreibtisch in Detmold. Foto: Axel Seidemann

Die Hessische Jagdverordnung wird erläutert, dazu weitere relevante Verordnungen und Gesetze, die den Fallensteller betreffen, auch und gerade im Befriedeten Bezirk. Denn dort darf jeder Sachkundige selbst als Jagdrechtsinhaber – oder in dessen Auftrag handelnd – Wildkaninchen und Beutegreifer fangen.

Nach der Mittagspause mit eigener Verpflegung aus dem Rucksack geht es an die einzelnen Fallen, jeder darf die verschiedenen Fallentypen mal stellen oder auslösen. Wir simulieren dabei den kompletten Prozess vom Aufstellen bis zum Abfangen, sowie die Wahl der Köder, das Anbringen, Erneuern und das Wechseln der Köder.

Eier mit Wildmagnet-Paste als Lockmittel
Eier mit Wildmagnet-Paste als Lockmittel

Von den geschichtlichen Anfängen der Fangjagd bis zum heutigen AIHTS Abkommen spannt sich inhaltlich der Bogen. Natürlich immer unterfüttert mit Bildern, Geschichten, wissenschaftlichen Untersuchungen und den meisten Fanggeräten in echt zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren vor Ort.

Dazu stellen wir auch Beispiele von erfolgreichen Artenschutzprojekten vor, die Fallen stellen und Reviere, die durch intensiv praktizierte Fangjagd so viel Niederwild haben, dass sie es auch unverändert bejagen können und dürfen.

gefangener Steinmarder
gefangener Steinmarder

Die Seminargebühr bezahlen Sie bitte in bar vor Ort. Sie bekommen dann am Ende des Lehrgangs eine Urkunde über die Teilnahme.

Angesichts der Corona-Regeln müssen alle Teilnehmer einen Mundschutz mitbringen und immer einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander haben! Die Teilnehmerzahl ist aktuell (Stand Juni 2020) auf 15 Personen begrenzt.  Es gibt ausreichend Termine und bei Bedarf werden wir weitere Seminare veranstalten.

Zur Anmeldung bitte das Formular hier ausfüllen:

Krähenjagd-Seminar

Rabenkrähen mit dem freundlichen Lockbild in Reichweite der Flinten bringen – Lehrgang am Samstag, 8. August 2020, in Gabsheim

Lockkrähen stehen auf einem Stoppelfeld
Lockkrähen stehen auf einem Stoppelfeld

Aus dem Tarnschirm heraus und in Klamotten mit Tarnmustern morgens im ersten Licht auf Rabenkrähen und Elstern mit dem freundlichen Lockbild zu jagen – das hat sich in den vergangenen Jahren als effektivste Form der Krähenjagd etabliert. Überall gibt es Tarnzelte und Lockkrähen zu kaufen, jeder verspricht schnelle Erfolge.

Die intelligenten Rabenkrähen lernen aber sehr schnell, dass aus eckigen Kästen Gefahr droht und wenn sie mal beschossen wurden, meiden sie sehr schnell die nicht sorgfältig aufgebauten Schützenstände. Krähen können ihr Wissen auch an andere weitergeben! Ein Dilettant im Umkreis kann schon die Jagd seiner Nachbarn zunichte machen.

Der Referent betreibt seit Jahren intensiv die Jagd auf die schwarzen Gesellen. Er ist einer der Betreiber der Webseite Kraehenjagd.eu. Die gesammelten und ausführlich erprobten Methoden werden hier gezeigt und die Vor- und Nachteile erörtert. Dazu moderiert er die Facebook-Gruppe “Krähenjagd – von Erfahrenen lernen” mit über 3000 Mitgliedern wo fleißig diskutiert wird.

Krähenseminar
Krähenseminar

In diesem Intensivseminar geht es um die Verstecke, auf englisch blinds genannt. Diese werden so gebaut, dass weder Mensch noch Krähe sie erkennen. Der vollständige Stand wird in die Botanik integriert. Es geht um die gesamte Krähenjagdausrüstung, wie die unterschiedlichsten Netze, die perfekten Lockkrähen, beflockt oder besockt und deren Behandlung, unterschiedlichste Locker und deren Einsatz, Waffen, Munition. Aber auch um jagdliche Beratung wie die passenden Standorte der blinds, Fraßplätze erkennen und nicht zuletzt die Wichtigkeit der Wächterkrähe. Und warum ein Krähenmagnet kontraproduktiv ist.

Krähentarnnetze
Krähentarnnetze

Rabenkrähen zählen zu den Prädatoren, die je nach Art und Stadium der Beutetiere auch relevant Einfluß auf deren Zuwachs haben können. Sie fressen Eier, betreiben damit auch Vorratshaltung, schnappen sich Küken, kriechen bis in Kaninchensetzröhren hinein und sobald sie einen Junghasen sehen ist dieser fällig

Krähen-Hund
Krähen-Hund

Termin: Samstag, 8. August 2020, 14 bis etwa 19 Uhr

Treffpunkt: Geografischer Mittelpunkt von Rheinhessen, südlich von 55288 Gabsheim

Kosten: 50 Euro pro Person

Wächterkrähe suggeriert Sicherheit
Wächterkrähe suggeriert Sicherheit

Wir müssen auch an diesem Tag die Corona-Regeln einhalten, was bedeutet Mundschutz mitnehmen, Abstand halten und nicht desinfizierte Dinge nicht einfach nacheinander anfassen.

Informationen bei Seidemann (at) jagdschule-frankfurt.de

Anmeldungen bitte über das Formular:

Praxistag-Feldrevier: Hege, Landbau, Niederwild, Wildkräuter, Fallen

Tageslehrgang zur Lebensraumverbesserung im Offenland: Wildkräuter-Biotopflächen, EU-Agrarregeln, landwirtschaftliche Maschinen und Fruchtfolgen, Ausgleichsflächen und Greening, Fallentypen und Standorte, Fütterungen und Tränken für Feldvögel

Lebensraum I von Saaten-Zeller
Lebensraum I von Saaten-Zeller

Zusammen mit den Jagdschein-Anwärtern aus der Jagdschule Darmstadt werden wir einen Tag im reinen Niederwildrevier verbringen.

Sonntag, 19. Juli 2020 rund um 55288 Gabsheim

Start 10:00 Uhr, mittags Kaffeepause,

Programm bis 18 Uhr

danach Möglichkeit zum Grillen, Wildfleisch auf Bestellung möglich, sitzen mitten im Revier.

Landbau-Hege-Praxistag: Besprechung im Feld
Landbau-Hege-Praxistag: Besprechung im Feld

Wenn es paßt, stolzieren die Fasanenhähne an uns vorbei. Wir sehen verschiedene Rehe und den einen oder anderen Hasen. Bei der Besichtigung des Lehrreviers treffen wir auf Kaninchen oder auch auf Rebhühner oder Feldhamster.

Fasanenhahn
Fasanenhahn

Themen: Flächen beschaffen, Biotope anlegen, verschiedene Wildkräutermischungen, Pflanzen bestimmen, Miscanthus, EU-Agrarregeln und die Ökologischen Vorrangflächen wie Ackerbrachen, Naturschutz-Ausgleichsflächen. Durch den vor Ort Vergleich wird jeder selbst sehen und verstehen, was hilft und was kontraproduktiv ist.

Durch über 20 Hektar mehrjährige Blühflächen findet das Insektensterben woanders statt! In Zusammenarbeit und auch auf Flächen der örtlichen Landwirte wurden etliche Säcke mit den unterschiedlichsten Mischungen ausgesät.

Landwirt befüllt Sämaschine
Landwirt befüllt Sämaschine

Da es bisher keine erfolgreichen Offenland-Artenschutzgebiete ohne aktives und intensives Prädatorenmanagement gibt werden wir zusammen eine Beton-Wipprohrfalle aufbauen und in Betrieb nehmen. Diese Art Falle ist das modernste, was zur Verfügung steht und fängt auch Altfüchse, die am schwersten zu überlistende Art von allen zu fangenden Spezies.

Fuchs schaut aus Falle
Fuchs schaut aus Falle

Der gesamte Tag steht unter dem Aspekt des eigenen praktischen Erlebens zum konkreten Nachmachen im eigenen Wirkungskreis. Alternativ gibt es eine praktische Aufgabe, wie sie sich beispielsweise für den Jagdpächter immer wieder stellt. Wo stelle ich eine Ansitzanrichtung hin, um den Wildschaden zu verhüten? Durch solche Übungen sollen die Teilnehmer das Gehörte und Gesehen auch gleich umsetzen lernen. Auch für Noch-Nicht-Jagdscheininhaber geeignet!

Rebhuhn Futtereimer
Rebhuhn Futtereimer

Bitte melden Sie sich hier an:

Revierpraxis-Seminar: Aufbau eines Fuchs-Kunstbaues

Der Fuchs ist flächendeckend in hohen Dichten vorhanden. Nur die Kombination aller verfügbarer jagdlicher Massnahmen kann den Besatz absenken. Neben dem sporadischen Ansitzfuchs, dem Fang in Fallen und dem speziellen Jungfuchsfang ist die Baujagd mit dem Erdhund gerade bei hohen Fuchsbesätzen erfolgversprechend. Der Kunstbau erleichert dem Hund die Arbeit, da der Bau vom Fuchs nicht erweitert werden kann.

erfahrener Bauhund kommt aus dem Kunstbau
erfahrener Bauhund kommt aus dem Kunstbau

Der Kunstbau wird aus einen Meter langen Betonrohren mit 20 cm Innendurchmesser angelegt. Ein Bagger zieht zwei etwa zehn Meter lange Gräben, in die dann die Kursteilnehmer die Rohre einpassen. Zwei Zugänge bieten dem Fuchs Sicherheit durch den alternativen Fluchtweg und dem Hundeführer die Möglichkeit auch junde Hunde einzuarbeiten. Wenn der Hund in dem einem Eingang verschwindet und aus dem anderen raus kommt, ist der Kunstbau an diesem Tag leer.

Bagger zieht Gräben für die Rohre
Bagger zieht Gräben für die Rohre

Der Kessel liegt am höchsten Punkt, damit Regenwasser abfließen kann und die Körperwärme drin bleibt. In der Ranz können mit einer Fähe auch schon mal drei Rüden in der guten Stube sitzen. Ob der Kessel rund oder eckig ist spielt keine Rolle. Er muss trocken und dunkel sein. Zwischen den Zugangsröhren kommt noch eine Prallwand, damit Hund und Fuchs sich aus dem Weg gehen können und der Fuchs sich nicht hinten verschanzen kann.

Kessel des Kunstbaus
Kessel des Kunstbaus

Der gesamte Bau wird so mit Erde bedeckt, damit es drinnen ruhig und immer angenehm temperiert bleibt. Insbesondere der Deckel des Kessels sollte aber nur gering unter der Oberfläche enden, damit man im Notfall den Bau öffnen kann. Gerade bei Frost darf da nicht zu viel Erde drüber sein!

Rohre als Zugang zum Kunstbau
Rohre als Zugang zum Kunstbau

Die sogenannten Beton-Falzrohre mit Standfuß werden so ineinander gesteckt und mit etwas Speis verschmiert, dass möglichst wenig Sand durch den Regen eingespült wird.

Bei diesem Tagesseminar geht es um den passenden Standort, den ordentlichen Einbau, um erfolgreich jagen zu können, als auch um die vielen kleinen Details, auf die es im Zweifel ankommt.

Ort: Revier Gabsheim

Datum: Samstag, 1. August 2020

Zeit: 9 bis 18 Uhr

Kosten: 50 Euro pro Teilnehmer

weitere Information per Mail anfragen: Seidemann (at) jagdschule-frankfurt.de

Bitte melden Sie sich mit diesem Formular an:

Fangjagd Sachkundelehrgang am 21. September 2019, nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes

Grundlagen des Fallenstellens

Aufbau einer BetonWippprohrfalle

Lehrgang: Fangjagdlehrgang nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes, gem. Ausbildungsrahmenplan § 40, Abs. 2 der Hessische Jagdverordnung

Wann: Samstag, 21. September 2019   –> Zur Anmeldung
Wo: Schulungsraum und Gelände des Jagdklub Darmstadt
Rheinstrasse 162
64295 Darmstadt

Dauer: 09:00 bis 18:00 Uhr (4 Stunden Theorie und 4 Stunden Praxis)

Kosten: 60,- Euro pro Teilnehmer

Harzer Kastenfalle
Harzer Kastenfalle an Hecke

Veranstalter: Jagdklub Darmstadt, Verein für Jäger und Sportschützen e.V., Mitglied im Landesjagdverband Hessen e.V., Abteilung Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Lehrgangsleitung: Wolfgang Rillich

Referenten:
Axel Seidemann, Jagdschule Frankfurt Wildtiermanagement
Andreas Thierfelder und Stefan Bechtel, Ausbildungsleiter der Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Seminarinhalt:
Wer in Hessen Fallen stellen will, in denen sich Wildtiere fangen können und sollen, muss dafür sachkundig sein. Mit diesem eintägigen Sachkundelehrgang erwerben Sie die grundlegenden Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Hessen, sehen und stellen die gängigsten modernen Fallentypen und erfahren wann, wie und wohin man eine Falle erfolgversprechend platziert.

Trapperprofi BetonWipprohrfalle
Trapperprofi BetonWipprohrfalle im Bau

Der Tag gliedert sich in die Vorstellung moderner lebend und unversehrt fangender Fallen nach § 38 der Hessische Jagdverordnung, wie der Beton-Wipprohrfalle, transportabler Kofferfallen oder leichter Kastenfallen. Darüber hinaus behandeln wir auch die Totfang-Eisen wie Schwanenhals und Ei-Abzugseisen gem. § 37 der Hessischen Jagdverordnung. Außerdem Drahtkastenfallen, Jungfuchsfallen und damit man weiß wovon man spricht auch nicht mehr zulässige Fallen wie die Conibearfalle, das Tritteisen und die in Hessen seit kurzem verbotene Wieselwippbrettfalle. Moderner Technik und Möglichkeiten folgend besprechen wir auch elektronische Fallenüberwachungssysteme im Vergleich und ebenso auch die traditionellen mechanischen Fang-Fernmelder.

Wildmelder Fallenüberwachungssystem
Ein Wildmelder Fallenüberwachungssystem im Einsatz

Die Hessische Jagdverordnung wird erläutert, dazu weitere relevante Verordnungen und Gesetze, die den Fallensteller betreffen, auch und gerade im Befriedeten Bezirk. Denn dort darf jeder Sachkundige selbst als Jagdrechtsinhaber – oder in dessen Auftrag handelnd – Wildkaninchen und Beutegreifer fangen.

Nach der Mittagspause mit eigener Verpflegung aus dem Rucksack geht es an die einzelnen Fallen, jeder darf die verschiedenen Fallentypen mal stellen oder auslösen. Wir simulieren dabei den kompletten Prozess vom Aufstellen bis zum Abfangen, sowie die Wahl der Köder, das Anbringen, Erneuern und das Wechseln der Köder.

gefangener Waschbär
ein gefangener Waschbär sitzt unter dem Sichtgitter in einer Kastenfalle

Von den geschichtlichen Anfängen der Fangjagd bis zum heutigen AIHTS Abkommen spannt sich inhaltlich der Bogen. Natürlich immer unterfüttert mit Bildern, Geschichten, wissenschaftlichen Untersuchungen und den meisten Fanggeräten in echt zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren vor Ort.

Dazu stellen wir auch Beispiele von erfolgreichen Artenschutzprojekten vor, die Fallen stellen und Reviere, die durch intensiv praktizierte Fangjagd so viel Niederwild haben, dass sie es auch unverändert bejagen können und dürfen.

Anmeldung:

Alle Interessierten melden sich bitte hier an:
Anmeldeformular zur Voranmeldung

Die Seminargebühr bezahlen Sie bitte in bar vor Ort. Sie bekommen dann am Ende des Lehrgangs eine Urkunde über die Teilnahme.

Wild Grillen im Jagdklub Darmstadt – Sonntag, 18. August 2019

Wie Wildbret am Besten zu gegrillten Köstlichkeiten wird erleben wir mit Stenger’s Wildkammer am Jagdklub Darmstadt

Wildbret gegrillt
Wildbret gegrillt

Wildbret schmeckt einfach lecker! Oft fragen Jäger wie Kunden, ob man statt der billigen Würstchen, nicht auch im Sommer Wild essen könne. In diesem Seminar sehen, lernen und schmecken sie wie einfach und lecker Fleisch von Rehen, Rotwild und Wildschweinen auf offenen Feuer zubereitet wird.

Wildspieße auf Grill
Wildspieße auf Grill

Der Referent, Fabian Lehrmann von Stenger’s Wildkammer aus Großwallstadt, bringt sein Wild grob zerwirkt mit, so wie es jeder Jäger nach dem aus der Decke schlagen zerteilt. Die Silberhaut vom Rücken lösen zeigt er dann in der großen Küche im Jagdklub ebenso wie das Zerteilen und Vorbereiten der Stücke.

Spieß auf Teller
Spieß auf Teller

Gegrillt wird dann vorrangig auf Gas aber auch klassische Holzkohle kommt nicht zu kurz! Teile der Keulen, Rücken, Spieße werden frisch zubereitet und gemeinsam gegessen. Da sollte für jeden Geschmack das Passende dabei sein.

fertig zum Reinbeißen
fertig zum Reinbeißen

Neben einem Helfer werden auch Salate da sein. Wer selbst Hand an sein Wildbret legen mag ist herzlich willkommen, wer nur zuschauen und genießen mag, dem wünschen wir hier schon Guten Appetit!

Das Wildbret Grillen steigt am Sonntag, 18. August 2019, zwischen 14 und 19 Uhr. Die Teilnahme kostet für Mitglieder des Jagdklub Darmstadt 50,- Euro, Nichtmitglieder zahlen 60,- Euro. Getränke gehen extra und stehen im klubeigenen Kühlschrank nach Preisliste zur Verfügung. Wir verzichten absichtlich auf Wein, da wir alle noch fahren müssen. Wer da Beratungsbedarf hat, dem kann geholfen werden!

Anmeldung und Antworten auf offene Fragen gibt es bei Seidemann (at) jagdschule-frankfurt.de

Wurst aus Wild
Wurst aus Wild

Neben Wildbret gibt es im kleinen Hofladen von Stengers Wildkammer auch Wurst und Würste verschiedenster Art. Auch Rohwurst, geräucht,in Dosen oder als Bratling fertig für den Burger.

www.stengers-wildkammer.de

Wildbret kann man zu allem möglichen verarbeiten!
Wildbret kann man zu allem Möglichen verarbeiten!
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