Naturschutz durch Jäger

über Biotopflächen für Niederwild

Archiv: Juni 2019

Prädatoren bleiben draußen – jede Menge Hamster überleben

In Sachsen-Anhalt, unweit von Magdeburg leben Feldhamster relativ unbeeinflußt von Räubern.

Hamster leben im Getreide
Hamster leben im Getreide – hier Sommergerste und Sommerweizen zusammem ausgesät.

Während meistens die Masse der Hamster von Füchsen und Mardern gefressen werden, die frühe Ernte kaum Körner zum Einlagern als Wintervorrat übrig läßt, wird hier ein Morgen Acker (2500 qm) hinter Wildschutzzaun seit 20 Jahren für die Feldhamster hergerichtet.

Raubsäuger bleiben draussen, Greifvögel sehen im hohen Bewuchs nichts und es wird jedes Jahr Sommergetreide wie Hafern Gerste oder Weizen ausgesät, aber nie geerntet. So können die Hamster noch im Dezember Nahrung und Deckung finden und widerlegen damit, dass sie so lange schlafen.

Nur der Nahrungsmangel zwingt sie in den Bau, wo sie alle paar Tage aufwachen und ein paar Bissen zu sich nehmen. Wenn der Vorrat aufgebraucht ist oder gammelt bedeutet das den Hungertod. Durch die viele Körner auf dieser Fläche werden viele Münder satt und die umgeknickten Strohhalme bieten Schutz vor Feinden aus der Luft.

Sommergetreide für Feldhamster
so ungefähr knicken die Halme im Winter um

Das Ergebnis waren je 25 wieder geöffnete Feldhamsterbaue auf dieser Fläche in den beiden vergangenen Frühjahren 2018 und 2019! In der Fläche ist der Hamster oft schon regional ausgestorben.

Der Jäger und konventionelle Landwirt, der diese Fläche betreut, jagt auch drumherum intensiv die Füchse und legt Blühsteifen an. So sieht das Feld aus.

auf der Suche nach den Feldhamsterbauen

Die Hamster leben einzelgängerisch und haben Baue mit zwei bis drei Röhren.

So sieht ein Feldhamsterbau aus.

Und wer noch nie einen Feldhamster gesehen hat: Die sehen so aus!

Feldhamster
Feldhamster in Heidelberg, Zuchtprogramm für Mannheim.
Feldhamster
Und wenn er dann im Kleeacker sitzt, so.

Wer die sogenannte Mutterzelle nachahmen möchte, zäunt einfach 50 x 50 Meter Ackerland im Feldhamsterland ein. Idealerweise natürlich ein Acker auf dem schon Hamster leben. Und unbedingt mit der Unteren Naturschutzbehörde absprechen, man darf nicht einfach feste Zäune in die freie Landschaft stellen!

Wichtig beim Zaunbau ist, dass durch die Pfähle oder das Tor keine Aufblockmöglichkeiten für Rabenkrähen oder Greifvögel entstehen. einfach Drähte anbringen oder Taubenspikes schafft hier Abhilfe.

Zauntor gegen Greifvögel
stabiles Zauntor, oben gesichert

Zu Beginn bietet sich Sommerhafer an. Sommergerste und Sommerweizen sind auch sehr gut geeignete Kulturarten. Es kann das Ganze auch mit Blühstreifen oder auch den üblichen Klee- oder Luzernestreifen kombiniert weren. Hier gibt es keine Luzerne und jede Menge Hamster – auf sehr vielen Luzerne-Ausgleichsflächen dagegen gar keine.

aktiver Hamsterbau
aktiver Hamsterbau im Getreide Mitte Juni

Der Hamster lebt lieber im Getreide, da hat er kurze Wege zur Nahrung. In Holland werden Luzernestreifen mittlerweile fünf Mal im Jahr runtergemulcht, so brütet erst niemand darin und es wächst stetig frisches Grün nach. Spätestens wenn die zu erst reifende Wintergerste unten anfängt gelb zu werden, sollte man den Klee mähen, damit dann, wenn im Hochsommer in der Hitze alles trocken ist, feuchte Äsung zur Verfügung stet.

Ein Loch ist nicht immer ein Hamsterloch. Ratten machen ähnliche Löcher, Füchse buddeln Mäusenester aus. Ein Hamsterbau hat eine Röhre, aus der der Hamster rückwärts die Erde heraus schaufelt und ein zweites Loch mit einer Fallröhre, die steil nach unten geht und in die sch der Hamster in der Not retten kann. Die ist von aussen eher unscheinbar, aber durch Pfade verbunden und dann auch über 150 cm tief. Man kann einen Zollstock oder langen Stock hineinstecken.

Hamsterröhre
Hamsterröhre mit ausgebuddelter Erde

Manchmal gibt es drei Röhren an einem Bau, wenn es vier Röhren sind, kann man fast sicher sein, dass es sich um einen Mutterbau mit Junghamstern handelt.

Die Mutter braucht 40 Tage, um einen Wurf Junghamster bis zur Selbstängigkeit großzuziehen. Zwei Würfe pro Jahr sind zur Bestandserhaltung notwendig. Drei Würfe gelingen nur, wenn genug Futter verfügbar ist und die Mutter nicht schon unterwegs gefressen wurde. Heute schaffen Hamster im Freiland kaum zwei Würfe und die meisten Verluste entstehen durch Füchse und Marder. Diese beiden Arten sind für über 50% aller Verluste verantwortlich.

junge Feldhamster
junge Feldhamster haben mit zehn Tagen immer noch die Augen geschlossen

Diese Fläche wurde damals auf dem letzen verbliebenen Hamstervorkommen angelegt. Ganz unscheinbar, inmitten normaler, konventioneller Getreidefeldern. Die Hamster graben sich ganz locker unter dem Zaun durch, die Füchse werden drumherum geleitet.

Feldhamster-Mutterzelle
oben links am Feldweg liegt die eingezäute Mutterzelle

weiterer Lehrgang zur Fangjagd-Sachkunde – Samstag, 20. Juli 2019, in Darmstadt

Trapperprofi Beton Wipprohrfalle mit hängendem Mittelrohr gemäß der Kayserfalle – hier beim Aufbau noch ohne Gestänge

Fangjagd-Sachkunde

Grundlagen des Fallenstellens

Lehrgang: Fangjagdlehrgang nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes, gem. Ausbildungsrahmenplan § 40, Abs. 2 der Hessische Jagdverordnung

Wann: Samstag, 20. Juli 2019

Wo: Schulungsraum und Gelände des Jagdklub Darmstadt,

Rheinstrasse 162, 64295 Darmstadt, www.jagdklub-darmstadt.de

Dauer: 09:00 bis 18:00 Uhr (4 Stunden Theorie und 4 Stunden Praxis)

Kosten: 60,- Euro pro Teilnehmer

Veranstalter: Jagdklub Darmstadt, Verein für Jäger und Sportschützen e.V., Mitglied im Landesjagdverband Hessen e.V., Abteilung Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Lehrgangsleitung: Wolfgang Rillich

Referenten: Axel Seidemann, Jagdschule Frankfurt Wildtiermanagement

Andreas Thierfelder und Stefan Bechtel, Ausbildungsleiter der Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Seminarinhalt:

Wer in Hessen Fallen stellen will, in denen sich Wildtiere fangen können oder sollen, muss dafür sachkundig sein. Mit diesem eintägigen Sachkundelehrgang erwerben Sie die grundlegenden Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Hessen, sehen und stellen die gängigsten modernen Fallentypen und erfahren wann, wie und wohin man eine Falle erfolgversprechend platziert.

Der Tag gliedert sich in die Vorstellung moderner lebend und unversehrt fangender Fallen nach § 38 der Hessische Jagdverordnung, wie der Beton-Wipprohrfalle, transportabler Kofferfallen oder leichter Kastenfallen. Darüber hinaus behandeln wir auch die Totfang-Eisen wie Schwanenhals und Ei-Abzugseisen gem. § 37 der Hessischen Jagdverordnung. Außerdem Drahtkastenfallen, Jungfuchsfallen und damit man weiß wovon man spricht auch die nicht mehr zulässige Conibearfalle, das Tritteisen und die in Hessen seit kurzem verbotene Wieselwippbrettfalle. Moderner Technik und Möglichkeiten folgend besprechen wir auch elektronische Fallenüberwachungssysteme im Vergleich und ebenso noch die traditionellen mechanischen Fang-Fernmelder.

Die Hessische Jagdverordnung wird erläutert, dazu weitere relevante Verordnungen und Gesetze, die den Fallensteller betreffen, auch und gerade im Befriedeten Bezirk. Hier darf jeder Sachkundige selbst als Jagdrechtsinhaber – oder in dessen Auftrag handelnd – Wildkaninchen und Beutegreifer fangen.

Nach der Mittagspause mit eigener Verpflegung aus dem Rucksack geht es an die einzelnen Fallen, jeder darf mal stellen oder auslösen, wir simulieren den kompletten Prozess vom Aufstellen bis zum Abfangen. Wahl der Köder, anbringen, erneuern, wechseln.

Von den geschichtlichen Anfängen bis zum heutigen AIHTS Abkommen spannt sich inhaltlich der Bogen. Immer unterfüttert mit Bildern, Geschichten, wissenschaftlichen Untersuchungen und den meisten Fanggeräten in echt zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren vor Ort.

Dazu stellen wir auch Beispiele von erfolgreichen Artenschutzprojekten vor, die Fallen stellen und Reviere, die durch intensiv praktizierte Fangjagd so viel Niederwild haben, dass sie es auch bejagen können.


Alle Interessierten melden sich bitte hier an:
Anmeldeformular zur Voranmeldung Bei Fragen, Mail an: Seidemann (at) jagdschule-frankfurt.de

neuer Lehrgang zur Fangjagd-Sachkunde – Samstag, 29. Juni 2019, in Darmstadt

Kayserfalle
Eine Beton Wipprohrfalle mit hängendem Rohr Original Kayser mit Wildmelder Fallenüberwachungssystem.

Fangjagd-Sachkunde

Grundlagen des Fallenstellens

Lehrgang: Fangjagdlehrgang nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes, gem. Ausbildungsrahmenplan § 40, Abs. 2 der Hessische Jagdverordnung

Wann: Samstag, 29. Juni 2019

Wo: Schulungsraum und Gelände des Jagdklub Darmstadt,

Rheinstrasse 162, 64295 Darmstadt, www.jagdklub-darmstadt.de

Dauer: 09:00 bis 18:00 Uhr (4 Stunden Theorie und 4 Stunden Praxis)

Kosten: 60,- Euro pro Teilnehmer

Veranstalter: Jagdklub Darmstadt, Verein für Jäger und Sportschützen e.V., Mitglied im Landesjagdverband Hessen e.V., Abteilung Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Lehrgangsleitung: Wolfgang Rillich

Referenten: Axel Seidemann, Jagdschule Frankfurt Wildtiermanagement

Andreas Thierfelder und Stefan Bechtel, Ausbildungsleiter der Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Seminarinhalt:

Wer in Hessen Fallen stellen will, in denen sich Wildtiere fangen können oder sollen, muss dafür sachkundig sein. Mit diesem eintägigen Sachkundelehrgang erwerben Sie die grundlegenden Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Hessen, sehen und stellen die gängigsten modernen Fallentypen und erfahren wann, wie und wohin man eine Falle erfolgversprechend platziert.

Der Tag gliedert sich in die Vorstellung moderner lebend und unversehrt fangender Fallen nach § 38 der Hessische Jagdverordnung, wie der Beton-Wipprohrfalle, transportabler Kofferfallen oder leichter Kastenfallen. Darüber hinaus behandeln wir auch die Totfang-Eisen wie Schwanenhals und Ei-Abzugseisen gem. § 37 der Hessischen Jagdverordnung. Außerdem Drahtkastenfallen, Jungfuchsfallen und damit man weiß wovon man spricht auch die nicht mehr zulässige Conibearfalle, das Tritteisen und die in Hessen seit kurzem verbotene Wieselwippbrettfalle. Moderner Technik und Möglichkeiten folgend besprechen wir auch elektronische Fallenüberwachungssysteme im Vergleich und ebenso noch die traditionellen mechanischen Fang-Fernmelder.

Die Hessische Jagdverordnung wird erläutert, dazu weitere relevante Verordnungen und Gesetze, die den Fallensteller betreffen, auch und gerade im Befriedeten Bezirk. Hier darf jeder Sachkundige selbst als Jagdrechtsinhaber – oder in dessen Auftrag handelnd – Wildkaninchen und Beutegreifer fangen.

Nach der Mittagspause mit eigener Verpflegung aus dem Rucksack geht es an die einzelnen Fallen, jeder darf mal stellen oder auslösen, wir simulieren den kompletten Prozess vom Aufstellen bis zum Abfangen. Wahl der Köder, anbringen, erneuern, wechseln.

Von den geschichtlichen Anfängen bis zum heutigen AIHTS Abkommen spannt sich inhaltlich der Bogen. Immer unterfüttert mit Bildern, Geschichten, wissenschaftlichen Untersuchungen und den meisten Fanggeräten in echt zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren vor Ort.

Dazu stellen wir auch Beispiele von erfolgreichen Artenschutzprojekten vor, die Fallen stellen und Reviere, die durch intensiv praktizierte Fangjagd so viel Niederwild haben, dass sie es auch bejagen können.


Alle Interessierten melden sich bitte hier an:
Anmeldeformular zur Voranmeldung Bei Fragen, Mail an: Seidemann (at) jagdschule-frankfurt.de

Frühjahr ist Saatzeit im Niederwildrevier

Videos zu Blühflächen

Vorjähriger Lebensraum I blüht neben gerade gesäter Veitshöchheimer Bienenweide und Miscanthus.

Video zur Aussaat

Einfache Technnik reicht zur Saat der wertvollen Wildkräutermischung.

Mit Falle live im Fernsehen

„Die Ratgeber“ beim Hessischen Rundfunk haben über „Was tun wenn der Waschbär eingezogen ist?“ informiert.

Kofferfalle
Kofferfalle mit Wildmelder ua zum Fang von Waschbären oder Mardern

neuer Lehrgang zur Fangjagd-Sachkunde – Samstag, 8. Juni 2019, in Darmstadt

Dose Wipp Betonrohrfalle

Eine Dose Wipp Betonrohrfalle mit Blechumbauung und einem minkpolice Fallenmeldesystem.

Fangjagd-Sachkunde

Grundlagen des Fallenstellens

Lehrgang: Fangjagdlehrgang nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes, gem. Ausbildungsrahmenplan § 40, Abs. 2 der Hessische Jagdverordnung

Wann: Samstag, 8. Juni 2019

Wo: Schulungsraum und Gelände des Jagdklub Darmstadt,

Rheinstrasse 162, 64295 Darmstadt, www.jagdklub-darmstadt.de

Dauer: 09:00 bis 18:00 Uhr (4 Stunden Theorie und 4 Stunden Praxis)

Kosten: 60,- Euro pro Teilnehmer

Veranstalter: Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Lehrgangsleitung: Wolfgang Rillich

Referenten: Axel Seidemann, Jagdschule Frankfurt, Wildtiermanagement

Andreas Thierfelder und Stefan Bechtel, Ausbildungsleiter der Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Seminarinhalt:

Wer in Hessen Fallen stellen will, in denen sich Wildtiere fangen können oder sollen, muss dafür sachkundig sein. Mit diesem eintägigen Sachkundelehrgang erwerben Sie die grundlegenden Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Hessen, sehen und stellen die gängigsten modernen Fallentypen und erfahren wann, wie und wohin man eine Falle erfolgversprechend platziert.

Der Tag gliedert sich in die Vorstellung moderner lebend und unversehrt fangender Fallen nach § 38 der Hessische Jagdverordnung, wie der Beton-Wipprohrfalle, transportabler Kofferfallen oder leichter Kastenfallen. Darüber hinaus behandeln wir auch die Totfang-Eisen wie Schwanenhals und Ei-Abzugseisen gem. § 37 der Hessischen Jagdverordnung. Außerdem Drahtkastenfallen, Jungfuchsfallen und damit man weiß wovon man spricht auch die nicht mehr zulässige Conibearfalle, das Tritteisen und die in Hessen seit kurzem verbotene Wieselwippbrettfalle. Moderner Technik und Möglichkeiten folgend besprechen wir auch elektronische Fallenüberwachungssysteme im Vergleich und ebenso noch die traditionellen mechanischen Fang-Fernmelder.

Die Hessische Jagdverordnung wird erläutert, dazu weitere relevante Verordnungen und Gesetze, die den Fallensteller betreffen, auch und gerade im Befriedeten Bezirk. Hier darf jeder Sachkundige selbst als Jagdrechtsinhaber – oder in dessen Auftrag handelnd – Wildkaninchen und Beutegreifer fangen.

Nach der Mittagspause mit eigener Verpflegung aus dem Rucksack geht es an die einzelnen Fallen, jeder darf mal stellen oder auslösen, wir simulieren den kompletten Prozess vom Aufstellen bis zum Abfangen. Wahl der Köder, anbringen, erneuern, wechseln.

Von den geschichtlichen Anfängen bis zum heutigen AIHTS Abkommen spannt sich inhaltlich der Bogen. Immer unterfüttert mit Bildern, Geschichten, wissenschaftlichen Untersuchungen und den meisten Fanggeräten in echt zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren vor Ort.

Dazu stellen wir auch Beispiele von erfolgreichen Artenschutzprojekten vor, die Fallen stellen und Reviere, die durch intensiv praktizierte Fangjagd so viel Niederwild haben, dass sie es auch bejagen können.

Naturschutz durch Jäger läuft unter Wordpress 5.2.2
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates