Naturschutz durch Jäger

über Biotopflächen für Niederwild

Archiv: Montag, 15. Juni 2020

Krähenjagd-Seminar

Rabenkrähen mit dem freundlichen Lockbild in Reichweite der Flinten bringen – Lehrgang am Samstag, 8. August 2020, in Gabsheim

Lockkrähen stehen auf einem Stoppelfeld
Lockkrähen stehen auf einem Stoppelfeld

Aus dem Tarnschirm heraus und in Klamotten mit Tarnmustern morgens im ersten Licht auf Rabenkrähen und Elstern mit dem freundlichen Lockbild zu jagen – das hat sich in den vergangenen Jahren als effektivste Form der Krähenjagd etabliert. Überall gibt es Tarnzelte und Lockkrähen zu kaufen, jeder verspricht schnelle Erfolge.

Die intelligenten Rabenkrähen lernen aber sehr schnell, dass aus eckigen Kästen Gefahr droht und wenn sie mal beschossen wurden, meiden sie sehr schnell die nicht sorgfältig aufgebauten Schützenstände. Krähen können ihr Wissen auch an andere weitergeben! Ein Dilettant im Umkreis kann schon die Jagd seiner Nachbarn zunichte machen.

Der Referent betreibt seit Jahren intensiv die Jagd auf die schwarzen Gesellen. Er ist einer der Betreiber der Webseite Kraehenjagd.eu. Die gesammelten und ausführlich erprobten Methoden werden hier gezeigt und die Vor- und Nachteile erörtert. Dazu moderiert er die Facebook-Gruppe “Krähenjagd – von Erfahrenen lernen” mit über 3000 Mitgliedern wo fleißig diskutiert wird.

Krähenseminar
Krähenseminar

In diesem Intensivseminar geht es um die Verstecke, auf englisch blinds genannt. Diese werden so gebaut, dass weder Mensch noch Krähe sie erkennen. Der vollständige Stand wird in die Botanik integriert. Es geht um die gesamte Krähenjagdausrüstung, wie die unterschiedlichsten Netze, die perfekten Lockkrähen, beflockt oder besockt und deren Behandlung, unterschiedlichste Locker und deren Einsatz, Waffen, Munition. Aber auch um jagdliche Beratung wie die passenden Standorte der blinds, Fraßplätze erkennen und nicht zuletzt die Wichtigkeit der Wächterkrähe. Und warum ein Krähenmagnet kontraproduktiv ist.

Krähentarnnetze
Krähentarnnetze

Rabenkrähen zählen zu den Prädatoren, die je nach Art und Stadium der Beutetiere auch relevant Einfluß auf deren Zuwachs haben können. Sie fressen Eier, betreiben damit auch Vorratshaltung, schnappen sich Küken, kriechen bis in Kaninchensetzröhren hinein und sobald sie einen Junghasen sehen ist dieser fällig

Krähen-Hund
Krähen-Hund

Termin: Samstag, 8. August 2020, 14 bis etwa 19 Uhr

Treffpunkt: Geografischer Mittelpunkt von Rheinhessen, südlich von 55288 Gabsheim

Kosten: 50 Euro pro Person

Wächterkrähe suggeriert Sicherheit
Wächterkrähe suggeriert Sicherheit

Wir müssen auch an diesem Tag die Corona-Regeln einhalten, was bedeutet Mundschutz mitnehmen, Abstand halten und nicht desinfizierte Dinge nicht einfach nacheinander anfassen.

Informationen bei Seidemann (at) jagdschule-frankfurt.de

Anmeldungen bitte über das Formular:

Praxistag-Feldrevier: Hege, Landbau, Niederwild, Wildkräuter, Fallen

Tageslehrgang zur Lebensraumverbesserung im Offenland: Wildkräuter-Biotopflächen, EU-Agrarregeln, landwirtschaftliche Maschinen und Fruchtfolgen, Ausgleichsflächen und Greening, Fallentypen und Standorte, Fütterungen und Tränken für Feldvögel

Lebensraum I von Saaten-Zeller
Lebensraum I von Saaten-Zeller

Zusammen mit den Jagdschein-Anwärtern aus der Jagdschule Darmstadt werden wir einen Tag im reinen Niederwildrevier verbringen.

Sonntag, 19. Juli 2020 rund um 55288 Gabsheim

Start 10:00 Uhr, mittags Kaffeepause,

Programm bis 18 Uhr

danach Möglichkeit zum Grillen, Wildfleisch auf Bestellung möglich, sitzen mitten im Revier.

Landbau-Hege-Praxistag: Besprechung im Feld
Landbau-Hege-Praxistag: Besprechung im Feld

Wenn es paßt, stolzieren die Fasanenhähne an uns vorbei. Wir sehen verschiedene Rehe und den einen oder anderen Hasen. Bei der Besichtigung des Lehrreviers treffen wir auf Kaninchen oder auch auf Rebhühner oder Feldhamster.

Fasanenhahn
Fasanenhahn

Themen: Flächen beschaffen, Biotope anlegen, verschiedene Wildkräutermischungen, Pflanzen bestimmen, Miscanthus, EU-Agrarregeln und die Ökologischen Vorrangflächen wie Ackerbrachen, Naturschutz-Ausgleichsflächen. Durch den vor Ort Vergleich wird jeder selbst sehen und verstehen, was hilft und was kontraproduktiv ist.

Durch über 20 Hektar mehrjährige Blühflächen findet das Insektensterben woanders statt! In Zusammenarbeit und auch auf Flächen der örtlichen Landwirte wurden etliche Säcke mit den unterschiedlichsten Mischungen ausgesät.

Landwirt befüllt Sämaschine
Landwirt befüllt Sämaschine

Da es bisher keine erfolgreichen Offenland-Artenschutzgebiete ohne aktives und intensives Prädatorenmanagement gibt werden wir zusammen eine Beton-Wipprohrfalle aufbauen und in Betrieb nehmen. Diese Art Falle ist das modernste, was zur Verfügung steht und fängt auch Altfüchse, die am schwersten zu überlistende Art von allen zu fangenden Spezies.

Fuchs schaut aus Falle
Fuchs schaut aus Falle

Der gesamte Tag steht unter dem Aspekt des eigenen praktischen Erlebens zum konkreten Nachmachen im eigenen Wirkungskreis. Alternativ gibt es eine praktische Aufgabe, wie sie sich beispielsweise für den Jagdpächter immer wieder stellt. Wo stelle ich eine Ansitzanrichtung hin, um den Wildschaden zu verhüten? Durch solche Übungen sollen die Teilnehmer das Gehörte und Gesehen auch gleich umsetzen lernen. Auch für Noch-Nicht-Jagdscheininhaber geeignet!

Rebhuhn Futtereimer
Rebhuhn Futtereimer

Bitte melden Sie sich hier an:

Fangjagd Sachkundelehrgang – Fallen stellen lernen

Lernen Sie die Grundlagen des Fallenstellens nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes

gefangener Steinmarder
gefangener Steinmarder

Lehrgang: Fangjagdlehrgang nach § 19 Abs. 2 des Hessischen Jagdgesetzes, gem. Ausbildungsrahmenplan § 40, Abs. 2 der Hessische Jagdverordnung

Wann:

(Samstag, 27. Juni 2020 – dieser Tag ist schon ausgebucht)

Samstag, 18. Juli 2020 oder

Samstag, 5. September 2020

Wo: Schulungsraum und Gelände des Jagdklub Darmstadt
Rheinstrasse 162
64295 Darmstadt

Wegbeschreibung

Dauer: 09:00 bis 18:00 Uhr (4 Stunden Theorie und 4 Stunden Praxis)

Kosten: 60,- Euro pro Teilnehmer

Krefelder-Fuchsfalle
Ein Hühnerei als Köder liegt auf der Wippe im Betonrohr einer Krefelder Beton-Wipprohrfalle. Im Schacht mit dem Gestänge ist das minkpolice Fallenüberwachungssystem untergebracht. Eine der modernen, zertifiziert tierschutzgerechten Fallen, die sehr gut und lebend unverserht fangen. Foto: Axel Seidemann

Veranstalter: Jagdklub Darmstadt, Verein für Jäger und Sportschützen e.V., Mitglied im Landesjagdverband Hessen e.V., Abteilung Jagd- und Naturschutz Schule Darmstadt

Lehrgangsleitung: Axel Seidemann, Professioneller Jäger, Jagdschule Frankfurt Wildtiermanagement

Seminarinhalt:
Wer in Hessen Fallen stellen will, in denen sich Wildtiere fangen können und sollen, muss dafür sachkundig sein. Mit diesem eintägigen Sachkundelehrgang zur Fallenjagd erwerben Sie die grundlegenden Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Hessen, sehen und stellen die gängigsten modernen Fallentypen und erfahren wann, wie und wohin man eine Falle erfolgversprechend platziert.

Trapperprofi Betonwipprohrfalle
Trapperprofi Betonwipprohrfalle

Der Tag gliedert sich in die Vorstellung moderner lebend und unversehrt fangender Fallen nach § 38 der Hessische Jagdverordnung, wie der Beton-Wipprohrfalle, transportabler Kofferfallen oder leichter Kastenfallen. Darüber hinaus behandeln wir auch die Totfang-Eisen wie Schwanenhals und Ei-Abzugseisen gem. § 37 der Hessischen Jagdverordnung. Außerdem Drahtkastenfallen, Jungfuchsfallen und damit man weiß wovon man spricht auch nicht mehr zulässige Fallen wie die Conibearfalle, das Tritteisen und die in Hessen seit kurzem verbotene Wieselwippbrettfalle. Moderner Technik und Möglichkeiten folgend besprechen wir auch elektronische Fallenüberwachungssysteme im Vergleich und ebenso auch die traditionellen mechanischen Fang-Fernmelder.

Wildmelder Fallensystem
Wildmelder-Konstrukteur Stefan Arzner mit Lötkolben an seinem Schreibtisch in Detmold. Foto: Axel Seidemann

Die Hessische Jagdverordnung wird erläutert, dazu weitere relevante Verordnungen und Gesetze, die den Fallensteller betreffen, auch und gerade im Befriedeten Bezirk. Denn dort darf jeder Sachkundige selbst als Jagdrechtsinhaber – oder in dessen Auftrag handelnd – Wildkaninchen und Beutegreifer fangen.

Nach der Mittagspause mit eigener Verpflegung aus dem Rucksack geht es an die einzelnen Fallen, jeder darf die verschiedenen Fallentypen mal stellen oder auslösen. Wir simulieren dabei den kompletten Prozess vom Aufstellen bis zum Abfangen, sowie die Wahl der Köder, das Anbringen, Erneuern und das Wechseln der Köder.

Eier mit Wildmagnet-Paste als Lockmittel
Eier mit Wildmagnet-Paste als Lockmittel

Von den geschichtlichen Anfängen der Fangjagd bis zum heutigen AIHTS Abkommen spannt sich inhaltlich der Bogen. Natürlich immer unterfüttert mit Bildern, Geschichten, wissenschaftlichen Untersuchungen und den meisten Fanggeräten in echt zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren vor Ort.

Dazu stellen wir auch Beispiele von erfolgreichen Artenschutzprojekten vor, die Fallen stellen und Reviere, die durch intensiv praktizierte Fangjagd so viel Niederwild haben, dass sie es auch unverändert bejagen können und dürfen.

Fuchs in Kofferfalle
Fuchs in Kofferfalle gefangen

Die Seminargebühr bezahlen Sie bitte in bar vor Ort. Sie bekommen dann am Ende des Lehrgangs eine Urkunde über die Teilnahme.

Angesichts der Corona-Regeln müssen alle Teilnehmer einen Mundschutz mitbringen und immer einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander haben! Die Teilnehmerzahl ist aktuell (Stand Juni 2020) auf 15 Personen begrenzt.  Es gibt ausreichend Termine und bei Bedarf werden wir weitere Seminare veranstalten.

Zur Anmeldung bitte das Formular hier ausfüllen:

Naturschutz durch Jäger läuft unter Wordpress 5.2.7
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates