{"id":346,"date":"2013-09-04T03:03:30","date_gmt":"2013-09-04T01:03:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/?p=346"},"modified":"2018-11-29T01:52:27","modified_gmt":"2018-11-28T23:52:27","slug":"fallenjagd-argumente-und-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/?p=346","title":{"rendered":"Fallenjagd &#8211; Argumente und Forschung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Betonwipprohrfalle.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Betonwipprohrfalle-300x199.jpg\" alt=\"\" title=\"Betonwipprohrfalle\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-350\" srcset=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Betonwipprohrfalle-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Betonwipprohrfalle-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Betonwipprohrfalle.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zum Thema dieser Seite, <strong>Jagd und Naturschutz<\/strong>, kann man unterschiedliche Meinungen haben. Aber man sollte wenigstens versuchen den \u00dcberblick zu haben und zu wissen, wovon man spricht. Von den Leuten, die diese Seiten besuchen, bekomme ich auch mal b\u00f6se Briefe per Mail. Im Anschlu\u00df habe ich deswegen zusammengestellt, was Stand der Wissenschaft zu Pr\u00e4datoren und gef\u00e4hrdeten Arten im Offenland und bei Wiesenbr\u00fctern ist.<\/p>\n<p>> Kiebitz ( kiebitz2 (at) &#8230;.de ) hat am 3. September 2013 um 22:54 geschrieben:<br \/>\n><br \/>\n> https:\/\/www.natur-jagd.de\/?page_id=244<br \/>\n><br \/>\n> Da denkt man eine Seite gefunden zu haben, die Jagd<br \/>\n> und Natur in Einklang bringt und was finde ich da??<br \/>\n> Einen v\u00f6llig durchgeknallten Fallensteller, also ein<br \/>\n> Tierqu\u00e4ler ersten Grades in meinen Augen.<br \/>\n> F\u00fcrchterlich und dann noch Arrogant, Eingebildet und<br \/>\n> keine Ahnung von den wirklichen Zusammenh\u00e4ngen..<br \/>\n> Wer ist verantwortlich daf\u00fcr solchen, in meinen<br \/>\n> Augen, selbsts\u00fcchtigen und durchgeknallten Leuten<br \/>\n> den Jagdschein zu geben und sie auf wehrlose Tiere<br \/>\n> loszulassen????<br \/>\n> Ich bin wirklich entsetzt!!<br \/>\n> Birgit, die keine Jagdgegnerin ist, aber der die Kreatur<br \/>\n> lebenswert erscheint, als das man sie s\u00fcchtigen<br \/>\n> Fallenstellern opfert<\/p>\n<p>Hallo Birgit,<br \/>\nman kann immer unterschiedlicher Meinung sein, aber man sollte doch wenigstens die Zusammenh\u00e4nge kennen und keine Dinge unterstellen, wenn man offensichtlich nicht wei\u00df, wovon man schreibt, wie in Deinem Fall.<\/p>\n<p>Vielleicht versuche ich es mal so: Jagd ist Teil der Natur, wir haben immer noch unsere spitzen Eckz\u00e4hne und ein Allesfressergebiss, weil wir in unserer Entwicklung mal damit andere Tiere gefangen haben, um die zu fressen. K\u00fche und Rehe haben keine spitzen Eckz\u00e4hne, die fressen nur Gr\u00fcnzeug. In unserer modernen Welt wohnen wir in H\u00e4usern, fahren Autos, nutzen K\u00fchlschr\u00e4nke und auch bei der Jagd nutzen wir weiterentwickelte Dinge. Die Umwelt um uns herum haben wir massiv ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Wo fr\u00fcher die wildlebenden Tiere im Winter in die Auen konnten, um dem Winter in den Bergen auszuweichen sind heute \u00fcberall St\u00e4dte, Autobahnen, Mauern und Z\u00e4une. Alles Kulturlandschaft vom Menschen \u00fcberformt, mit Natur hat das wenig zu tun. Im Wald arbeitet der F\u00f6rster, um B\u00e4ume zu Geld zu machen, auf den Feldern sind mehrfach im Jahr Traktoren unterwegs, um f\u00fcr Menschen m\u00f6glichst viel Ertrag pro Fl\u00e4che herauszuholen. Das hat nichts mit Natur zu tun und auch nichts mit der Jagd, beeinflusst aber massiv die \u00d6kologie in diesen Bereichen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Biotopflaeche-Hacken.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Biotopflaeche-Hacken-300x200.jpg\" alt=\"\" title=\"Biotopflaeche-Hacken\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignleft size-medium wp-image-363\" srcset=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Biotopflaeche-Hacken-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Biotopflaeche-Hacken-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Biotopflaeche-Hacken.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr meinen Teil schl\u00e4gt mein Herz f\u00fcr das sogenannte Offenland. Also da wo Feld an Feld grenzt, der Boden bis an den Beton des Weges heran umgedreht wird, wo Monokultur an Monokultur grenzt und alles, was unerw\u00fcnscht ist, mit Chemie totgespritzt wird. Es bleibt kein Flecken ungenutzt. Kein St\u00fcck bleibt mehr brach, wo Insekten, V\u00f6gel oder S\u00e4ugetiere einen Platz finden w\u00fcrden. Jetzt gibt es in dieser Landschaft aber eigentlich sehr viele unterschiedliche Tierarten, die dort zu Hause sind. <\/p>\n<p>Zum Beispiel der von Dir als Namen gew\u00e4hlt Kiebitz hat seinen Lebensraum in offenen Fl\u00e4chen, nicht im Wald. Er br\u00fctet auf niedrig bewachsenen Feldern, m\u00f6glichst in der N\u00e4he von nassen Stellen, damit die K\u00fcken, die nur begrenzt mobil sind, was zu fressen finden. Sie brauchen Insekten und weichen Boden, um welche zu finden.<\/p>\n<p>In der modernen Landbewirtschaftung hat der Mensch aber sehr viele Gr\u00e4ben gezogen, um das Land trocken zu legen, um Felder statt Feuchtbiotope zu haben. An Kiebitze hat keiner gedacht. <\/p>\n<p>Es werden Herbizide eigentlich auf jedes Feld gespr\u00fcht. Es gibt im Feld kaum noch die heimische Viefalt an Ackerkr\u00e4utern, das hat das Dienstleistungszentrum L\u00e4ndlicher Raum in Rheinland-Pfalz in einer Studie festgestellt. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Amaranth-ueberwuchert.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Amaranth-ueberwuchert-300x200.jpg\" alt=\"\" title=\"Amaranth-ueberwuchert\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignleft size-medium wp-image-354\" srcset=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Amaranth-ueberwuchert-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Amaranth-ueberwuchert-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Amaranth-ueberwuchert.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bl\u00fchende Wildkr\u00e4uter zu unterschiedlichen Zeitpunkten sind aber die Voraussetzung f\u00fcr viele Insekten. Sei es als Larve oder als adultes Tier. Und K\u00fcken brauchen Insekten. Sie ern\u00e4hren sich davon in den ersten Lebenstagen, egal ob Meise, Kiebitz oder Rebhuhn.<br \/>\nWo gibt es noch diese bl\u00fchende Vielfalt? Vor allem auf den extra daf\u00fcr angelegten Fl\u00e4chen. Zum Beispiel auf meinen Fl\u00e4chen! <\/p>\n<p><strong>Was hast Du bisher getan<\/strong>, um Insekten zu f\u00f6rdern? <\/p>\n<p>Die Vogelschutzwarte Frankfurt ( http:\/\/vswffm.de\/v\/vsw\/content\/e3884\/e4324\/e4336\/Artenhilfskonzept_Kiebitz_2011.pdf)  hat ebenso wie die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen ( http:\/\/www.rebhuhnschutzprojekt.de\/nahrungsverfuegbarkeit.html ) festgestellt, dass speziell zusammengestellte Wildkr\u00e4utermischungen eine sehr hohe Menge verf\u00fcgbarer Insekten-Biomasse f\u00fcr die K\u00fcken bieten.<\/p>\n<p>Nach Untersuchungen des Bundesamts f\u00fcr Naturschutz im Jahr 2012 ( http:\/\/www.bfn.de\/0401_pm.html?tx_ttnews[tt_news]=4274 ) ist der Kiebitz um bis zu 75% zur\u00fcckgegangen. Das Rebhuhn um 90%. Warum schreien alle Natursch\u00fctzer immmer nach dem Kiebitz und niemand nach dem Rebhuhn, wo das doch noch viel st\u00e4rker durch R\u00fcckgang bedroht ist? <\/p>\n<p>Oder gar die Gro\u00dftrappe, die einen \u00e4hnlichen Lebensraum bevorzugt und kurz vor dem Aussterben ist. Die Trappen haben seit etwa 20 Jahren im Freiland kein K\u00fcken mehr fl\u00fcgge bekommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Fuchssicherer-Trappenzaun.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Fuchssicherer-Trappenzaun-300x199.jpg\" alt=\"\" title=\"Fuchssicherer-Trappenzaun\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"alignleft size-medium wp-image-357\" srcset=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Fuchssicherer-Trappenzaun-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Fuchssicherer-Trappenzaun-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Fuchssicherer-Trappenzaun.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie Bellebaum und Langgemach mit Hilfe auch Anderer ( http:\/\/www.biem21.de\/cms\/media.php\/lbm1.a.2334.de\/vsw_praedation.pdf) schon 2005 festgestellt haben sind Raubs\u00e4uger sehr h\u00e4ufig f\u00fcr die Verluste der Gelege und br\u00fctenden V\u00f6gel verantwortlich. Wer will kann dort weit in die Tiefe gehen und sich die Details selbst durch lesen.<\/p>\n<p>In Deutschland wird seit 1986 fl\u00e4chendeckend gegen Tollwut bei F\u00fcchsen geimpft. Da die Tollwut eine nicht heilbare, t\u00f6dliche Krankheit ist, haben wir Menschen diese in unserer Umwelt ausgeschaltet. Wir wollen nicht an Tollwut sterben. Jetzt sterben aber auch keine F\u00fcchse mehr an Tollwut. <\/p>\n<p>Im Jahr 1985 gab es in Westdeutschland nach telefonischen Angaben des Bundesumweltministeriums noch ca. 10.000 F\u00e4lle von Wildtiertollwut. In der Streckenstatistik der J\u00e4ger erfasst sind 4.955 tollw\u00fctige F\u00fcchse f\u00fcr dieses Jahr. ( http:\/\/www.jagdnetz.de\/datenundfakten?meta_id=254) Seit 2008 ist Deutschland tollwutfrei, es sterben aber auch keine F\u00fcchse mehr daran.<\/p>\n<p>Die Fuchsstrecke im Jahr 1992 ist die \u00e4lteste, die ich finden konnte und betrug 442.630 F\u00fcchse. Sie stieg auf 692.678 nach drei Jahren. Da man nur davon viel erlegen kann, wovon auch viel da ist, kann man davon ausgehen, dass die F\u00fcchse sich pr\u00e4chtig vermehrt haben. <\/p>\n<p>Im Jahr 2013 ist neben Staupe die R\u00e4ude eine sehr h\u00e4ufige Todesursache bei F\u00fcchsen. Dabei werden die F\u00fcchse von Milben befallen, die sich von der Lunte her in der gesamten Oberhaut ausbreiten. Das Fuchs magert ab, verliert seine Haare und stirbt nach juckenden Wochen an Entkr\u00e4ftung. ( http:\/\/www.fuechse.info\/index.php?navTarget=faq\/33_raeude.html )<\/p>\n<p>Nach Bundesjagdgesetz ( http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bundesrecht\/bjagdg\/gesamt.pdf ) geh\u00f6rt zum Jagdrecht auch die Pflicht zur Hege. Da das so wichtig ist, steht das im Paragraphen 1, Absatz 1. Gefolgt von der Definition: Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines&#8230; artenreichen und gesunden Wildbestandes. Sp\u00e4ter folgt dann im \u00a723 &#8222;Der Jagdschutz umfa\u00dft &#8230; den Schutz des Wildes insbesondere vor &#8230; Wildseuchen&#8230;&#8220;. <\/p>\n<p>Deshalb haben J\u00e4ger auch bei der Handauslage von Tollwut-Impfk\u00f6dern gegen die Tollwut geholfen, mich eingeschlossen. Der J\u00e4ger vor Ort wei\u00df in aller Regel, wo die F\u00fcchse laufen. Viel besser als der Amtstierarzt aus der Schreibstube.<\/p>\n<p>Jetzt habe ich weit ausgeholt, um verst\u00e4ndlich zu machen, dass ich mir das nicht ausgedacht habe, sondern sehr viele Leute sich schon lange damit besch\u00e4ftigen. Und die publizieren auch einiges dazu. Eine Suche in einer Suchmaschine f\u00f6rdert jede Menge R\u00e4uber-Beute Studien zutage. ( http:\/\/scholar.google.de\/scholar?hl=de&#038;q=predation&#038;btnG=&#038;lr= ).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Ernteschock.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Ernteschock-300x200.jpg\" alt=\"\" title=\"Ernteschock\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignleft size-medium wp-image-358\" srcset=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Ernteschock-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Ernteschock-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Ernteschock.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nun ist eine singulare Betrachtung nur einer oder zweier Arten in der belebten Umwelt nicht m\u00f6glich. Die \u00d6kologie beschreibt immer ein Netz von Zusammenh\u00e4ngen, das wir oft noch gar nicht verstehen und es sich vor unseren Augen so schnell \u00e4ndert, dass wir erst lange hinterher merken, dass sich etwas ver\u00e4ndert hat. In der kahlen, intensivierten Agrarsteppe der modernen industriellen Landwirtschaft fehlen Grenzlinine, die fr\u00fcher h\u00e4ufig waren. Es baut niemand mehr seine eigenen Kartoffeln im Feld an, es hat keiner mehr eine Kuh im Stall oder ein Pferd, f\u00fcr die er kleine Kleestreifen St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck m\u00e4ht. <\/p>\n<p>Jeder Landwirt versucht durch den Tausch von Fl\u00e4chen seinen Acker m\u00f6glichst gro\u00df am St\u00fcck zu haben. Das erm\u00f6glicht effektiv zu fahren und Kosten zu sparen. Das ist Ziel und Ergebnis der Agarf\u00f6rderung der EU, die die Gro\u00dfen f\u00f6rdert. Das Verschwinden der Kleinbauern ist hier schon weit fortgeschritten.<\/p>\n<p>Mit den kleinparzellierten Feldschl\u00e4gen verschwindet aber auch die Vielfalt der Kulturlandschaft. Getreide, Raps und jede Menge Mais beherrschen die Felder. Dazwischen bleibt nichts stehen, die immer besser werdenden Agrarchemiekalien tilgen immer effektiver die unerw\u00fcnschten Beikr\u00e4uter, Beizmittel machen junge Pflanzen giftig f\u00fcr Insekten, die sich davon ern\u00e4hren. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Rebhahn-Randstreifen.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Rebhahn-Randstreifen-300x155.jpg\" alt=\"\" title=\"Rebhahn-Randstreifen\" width=\"300\" height=\"155\" class=\"alignleft size-medium wp-image-359\" srcset=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Rebhahn-Randstreifen-300x155.jpg 300w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Rebhahn-Randstreifen-1024x531.jpg 1024w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Rebhahn-Randstreifen.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Niemand kann genau sagen, warum die Rebh\u00fchner so wenige geworden sind, niemand sagt das Bienensterben liegt an der Agrarchemie. Das ist auch nicht so einfach zu erforschen und die Studien zur Zulassung der Chemikalien k\u00f6nnen ja gar keine Langzeitstudien beinhalten, daf\u00fcr wird zu viel immer wieder neu entwickelt. Auf jedem Kanister stehen aber jede Menge Giftzeichen drauf! Vor allem f\u00fcr Gew\u00e4sser gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Eine ganz praktische Tatsache und auch logisch nachzuvollziehen ist aber folgendes: Wo der Lebensraum pa\u00dft, Pl\u00e4tze zum Verstecken da sind, die Nachkommen gesetzt und gebr\u00fctet werden k\u00f6nnen und danach genug zu Fressen finden, k\u00f6nnen sich Arten, die viele Nachkommen produzieren schnell im Besatz erholen. Rebhuhn und Feldhase sind Arten die sehr schnell reagieren k\u00f6nnten. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Feldhase.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Feldhase-300x183.jpg\" alt=\"\" title=\"Feldhase\" width=\"300\" height=\"183\" class=\"alignleft size-medium wp-image-365\" srcset=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Feldhase-300x183.jpg 300w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Feldhase-1024x626.jpg 1024w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Feldhase.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Allerdings treffen die wenigen Nachkommen auf viele R\u00e4uber und so bleibt am Jahresende weniger \u00fcbrig als vorher und die Dichte der Art nimmt ab. Das ist Alltag in Deutschland 2013.<\/p>\n<p><strong>Was tust Du<\/strong>, damit nicht alle Gelege gefressen werden und nicht alle Nachkommen der Beutetiere gleich eingesammelt werden und in den Bau gebracht werden? <\/p>\n<p>Der Fuchs ist ein Opportunist. Er nimmt das, was einfach zu bekommen ist. Genau wie wir, wei\u00df er wo gute Futterstellen sind. Da im Feld viele F\u00fcchse laufen und nur noch wenige Fl\u00e4chen \u00fcberhaupt tauglich sind, um Gelege oder Junghasen hineinzusetzen, haben die Rebh\u00fchner oder Hasen kaum eine Chance. Im Falle des Kiebitz gab es mehrere Projekte, um die Gelege zu sch\u00fctzen. <\/p>\n<p>Ergebnis wie hier:<br \/>\n&#8222;Unmittelbar nach der Errichtung des Elektrozauns siedelten sich 11 Paare im gez\u00e4unten Bereich an und begannen mit der Eiablage. Durch einen n\u00e4chtlichen Spannungsabfall 14 Tage sp\u00e4ter konnten offenbar Pr\u00e4datoren in den eingez\u00e4unten Bereich gelangen, so dass am folgenden Morgen nur noch ein (!) bebr\u00fctetes Gelegevorhanden war.&#8220; ( von http:\/\/vswffm.de\/v\/vsw\/content\/e3884\/e4324\/e4336\/Artenhilfskonzept_Kiebitz_2011.pdf )<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Fuechse-auf-Strecke.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Fuechse-auf-Strecke-300x189.jpg\" alt=\"\" title=\"Fuechse-auf-Strecke\" width=\"300\" height=\"189\" class=\"alignleft size-medium wp-image-360\" srcset=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Fuechse-auf-Strecke-300x189.jpg 300w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Fuechse-auf-Strecke-1024x645.jpg 1024w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Fuechse-auf-Strecke.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Dichte der F\u00fcchse nur durch die Jagd mit der Waffe zu reduzieren ist nicht m\u00f6glich, solange man nachts nichts sieht. In Deutschand sind sowohl Scheinwerfer als auch Nachtzielger\u00e4te verboten. Da die vorsichtigen F\u00fcchse aber nur des nachts umherlaufen, mu\u00df man andere Mittel suchen, um sie zur Beute machen. <\/p>\n<p>Hier bieten sich Fallen an. Wie Du jetzt daraus schlie\u00dft, ich sei durchgeknallt und ein Tierqu\u00e4ler ersten Grades erschlie\u00dft sich mir noch nicht. Dass ich arrogant sei, hat mir bisher auch noch niemand vorgeworfen und ich hoffe Du hast durch meine Schilderungen eine gewisse Idee von den Zusammenh\u00e4ngen bekommen. <\/p>\n<p>Sp\u00e4testens nach dem Studium der Literatur hierzu solltest auch feststellen, dass es eine Diskrepanz in unserer Umwelt gibt, zwischen R\u00e4ubern und ihrer Beute.<br \/>\n&#8222;Nachdem die Tollwut in Deutschland in den letzten zwanzig Jahre erfolgreich bek\u00e4mpft worden ist, hat die Fuchs-Population stark zugenommen&#8220;, &#8220; Nach neueren Studien ist der Fuchs in mehreren Wiesenvogelgebieten Deutschlands und den Niederlanden der Hauptpr\u00e4dator&#8220;, &#8222;wurde am h\u00e4ufigsten der Fuchs als Pr\u00e4dator genannt&#8220; sind Zitate aus den oben verlinkten Studien. <\/p>\n<p>In Niedersachsen haben ganz offizielle Natursch\u00fctzer Fallen gestellt und siehe da, es kommen wieder K\u00fcken der bedrohten Wiesenbr\u00fcter durch ( http:\/\/medienjagd.test.newsroom.de\/holy_dmmer_ev_prdatorenmanagement.pdf ) Das haben die Kollegen von Nabu und Co. bisher nicht gescchafft, egal wie toll der Lebensraum gestaltet wurde.<\/p>\n<p>Egal ob Kiebitz, Rebhuhn oder Feldhase, wenn es einer der Arten gut geht und ihr Nachwuchs gro\u00df wird, dann profitieren auch sehr viele andere Arten davon. Das Rebhuhn kann man als Leitart im Offenland nehmen. <\/p>\n<p><strong>Wo sind hier Leute wie Du, die b\u00f6se Mails schreiben?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/WildmelderAnDosefalle.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/WildmelderAnDosefalle-300x199.jpg\" alt=\"\" title=\"WildmelderAnDosefalle\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"alignleft size-medium wp-image-366\" srcset=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/WildmelderAnDosefalle-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/WildmelderAnDosefalle-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/WildmelderAnDosefalle.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Heutige Fallen, die bei mir im Einsatz sind, fangen die Tiere lebend und k\u00f6rperlich unversehrt. Ein angebrachter Wildmelder ( http:\/\/www.wildmelder.de\/ ) sagt mir sofort Bescheid, sobald eine Klappe f\u00e4llt und ich kann schneller reagieren als je zuvor. Die Fallen sind aus Betonrohren mit 30 Zentimeter Durchmesser gebaut. Da kann sich jeder Fuchs drin umdrehen und zusammenrollen. <\/p>\n<p>Es ist innen dunkel und bietet keine Angrifffsfl\u00e4che, um sich herausnagen zu wollen. Gefangene Tiere werden mit einer ebenfalls dunklen Holzkiste aus der Falle geholt und dann kann man sehen, was man gefangen hat. F\u00fcchse werden unverz\u00fcglich mit einem sofort t\u00f6dlichen Schu\u00df ins Hirn get\u00f6tet, nichtjagdbare Tiere werden laufen gelassen und Katzen kommen ins zust\u00e4ndige Tierheim. Die wollen mich dort gar nicht mehr sehen, davon abgesehen. Niemand will verwilderte Hauskatzen haben, im freien Feld k\u00f6nnen sie aber auch nicht bleiben.<\/p>\n<p>So wie Du schreibst gehe ich davon aus, Du hast noch keine Falle aus der N\u00e4he gesehen, oder warst dabei, als ein gefangenes Wildtier aus der Falle geholt wurde? Das geht z\u00fcgig und hat mit Tierqu\u00e4lerei nichts zu tun. Wir k\u00f6nnen nicht unsere Umwelt total umkrempeln, einen gravierenden Mortalit\u00e4tsfaktor ausschalten und dann sagen, die Natur regeln alles von alleine. <\/p>\n<p>Wie wir sehen, sterben jeden Tag etliche Arten unwiderbringlich aus, nicht nur im Regenwald. Auch bei uns. Die Bundesregierung hatte das erkl\u00e4rte Ziel, bis zum Jahr 2010 des Artensterben in Deutschland zu stoppen schon wohlweislich auf das Jahr 2020 verschoben. Wenn es so weiter geht, wird auch das nicht machbar sein. ( http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/uno-projekt-merkel-fordert-sofortiges-handeln-zum-artenschutz-a-670787.html )<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/HahnBalzt.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/HahnBalzt-300x188.jpg\" alt=\"\" title=\"HahnBalzt\" width=\"300\" height=\"188\" class=\"alignleft size-medium wp-image-367\" srcset=\"https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/HahnBalzt-300x188.jpg 300w, https:\/\/www.natur-jagd.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/HahnBalzt.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>J\u00e4ger sind die Einzigen, die sich rechtlich um wildlebende Tiere die dem Jagdrecht unterliegen, k\u00fcmmern d\u00fcrfen. Sowohl um Hase wie auch um Fuchs. Unter ihnen sind ein paar wenige, die sich auch mit Fallen auskennen und welche stellen. <\/p>\n<p>Leute wie ich geben viel von ihrem eigenen Geld aus, um Fl\u00e4chen zu pachten und herzurichten, damit Wildtiere einen Platz zum Leben finden. Wir stellen unter anderem Fallen, um die vielen F\u00fcchse und auch Marder oder Waschb\u00e4ren zu dezimieren, damit vom Nachwuchs etwas gro\u00df werden kann. Das kostet auch viel Zeit.<\/p>\n<p>Was ist jetzt daran selbstss\u00fcchtig? Ein bisschen verr\u00fcckt schon, aber das muss man wohl sein, wenn man seine Passion mit vollem Engagement betreibt und solange an einer fundierten Antwort auf eine freche Mail tippt.<\/p>\n<p>Dem einzelnen Individuum geschieht nichts bis zum Fangschu\u00df, der Population hilft&#8217;s da weniger Dichte weniger Krankheiten bedeutet und den Beutetierpopulation hilft es auf die Beine und raus aus der Pr\u00e4datorenfalle. <\/p>\n<p>Das ist Teil der Biodiversit\u00e4t die von der Uno seit der Konferenz von Rio 1992 propagiert wird und deren Abkommen von der EU und Deutschland ratifiziert wurden. Jagd z\u00e4hlt zu nachhaltiger Nutzung. Jedenfalls deutlich besser als Masssentierhatung und Fl\u00e4chenversiegelung. Aber das w\u00fcrde an dieser Stelle zu weit f\u00fchren.<\/p>\n<p>Jetzt hoffe ich Du kannst dem hier folgen und bekommst einen weniger einseitigen Blick auf Jagd und Fallenstellerei.<\/p>\n<p>Gru\u00df Axel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Thema dieser Seite, Jagd und Naturschutz, kann man unterschiedliche Meinungen haben. Aber man sollte wenigstens versuchen den \u00dcberblick zu haben und zu wissen, wovon man spricht. Von den Leuten, die diese Seiten besuchen, bekomme ich auch mal b\u00f6se Briefe per Mail. Im Anschlu\u00df habe ich deswegen zusammengestellt, was Stand der Wissenschaft zu Pr\u00e4datoren und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8,37],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/346"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=346"}],"version-history":[{"count":30,"href":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/346\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":762,"href":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/346\/revisions\/762"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=346"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=346"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.natur-jagd.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=346"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}