Naturschutz durch Jäger

über Biotopflächen für Niederwild

Kategorie: Revierkalender

Hummeln am Natternkopf – so muss das!

Mitte Juli – ein einziges Blütenmeer auf der Biotopfläche. Insekten satt und auch jede Menge Hummeln leben in und ernähren sich von einer Vielzahl einheimischer Wildkräuter.

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Hummeln saugen Nektar am blühenden Natternkopf

Die im Vorjahr in Teilen neu angelegte Biotopfläche aus einheimischen Wildkräutern bietet allerlei Insekten die Vielfalt, die jede Art jeweils unterschiedlich für sich braucht und dort auf ein Mal findet. Jede Vogelmama findet dort dann auch an kühlen Tagen genügend Futter aus tierischem Eiweiß für ihre eigenen Küken.

Die Insekten, Vögel aber auch Säuger wie Hase und Feldhamster finden in der ansonsten ausgeräumten Landschaft mit industrieller Landwirtschaft einen Rückzugsraum, wenn die Mähdrescher rollen. Ringsum ist innerhalb weniger Wochen alles kahl. Da die Biotopflächen nur alle paar Jahre neu angelegt werden, wird in der Zwischenzeit der Boden nicht bearbeitet, so dass die Tiere und Pflanzen, die darin überwintern nicht gestört werde. Gerade Spinnen und Laufkäfer profitieren davon und erreichen hohe Stückzahlen.

bunte Blütenvielfalt auf einer Biotopfläche mit einheimischen Wildkräutern

Da die verschiedenen Kräuter zu ganz unterschiedlichen Zeiten blühen, ist von März bis November immer ein anderer Mischungspartner aktiv und die letzten Blüten sterben erst im Frost. Und selbst dann bleibt der Aufwuchs als Deckung über Winter stehen, bietet Deckung und manche der Insekten ziehen sich in hohle Stängel zurück.

Eine Pflege erfolgt entweder kurz nachdem die Samen gekeimt sind, falls die unerwünschten Ackerkratzdisteln schneller sind, oder sonst im zeitigen Frühjahr, wenn der Wiederaustrieb startet. So bleibt die Funktion im Winter erhalten und die Phase der kahlen Fläche ist nur kurz. Man muss ja auch weder die komplette Fläche platt machen noch bodentief runtermulchen!

Die so hoch gepriesenen einjährigen Blühmischungen mit Phacelia und Sonnenblumen sind zwar schön anzusehen und bringen auch Nektar, solange sie blühen aber seht selbst, wie so ein Feld danach aussieht:

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abgeblühte Phacelia bietet keinen Nektar mehr

Einbau von Jungfuchsfallen – Schritt für Schritt

Mitte April bis Mitte Mai ist die Zeit, alle bekannten Baue auf vorhandene Jungfüchse zu kontrollieren. Der verlinkte Artikel ist in der Pirsch erschienen und ins Füchse Sonderheft aufgenommen worden.

 

Fasanen Futterfässer

Satt mit Rundblick

Fasane im Revier können sich am Besten halten, wenn sie nicht gefressen werden. Dabei kann man ihnen unter anderem helfen, indem sie satt werden können, ohne Gefahr laufen zu müssen, von Habicht oder Fuchs überrascht zu werden. Dazu kann man eine Fütterung bauen. Nicht mehr die Schütten alter Zeiten sondern den Bedürfnissen der Hühnervögel entsprechend ein Futterfass.

Das kommt so weit es geht mitten in die Deckung. Von oben darf kein Habicht angreifen können. Eine dichte Hecke, einige trockene Fichten oder eine Buschgruppe bieten sich hier an. Zur Not legt man im Frühjahr einen Horst mit z.B. Sonnenblumen an, deren dicke Stängel bieten auch ausreichend Deckung.

Gleichzeitig ist aber wichtig, dass der Fasan unten möglichst weit, ringsum freie Sicht hat. Ein Fuchs muss auf mindestens einen Meter heranschleichen können, um im Mäuselsprung Beute zu machen. Wenn der Fasan aber den Feind kommen sieht, kann er ihm ausweichen. Oben dicht und unten Licht muss das Motto sein.

Bewährt haben sich blaue Fässer die leicht umgebaut werden können. Die 120 Liter Inhalt reichen auch in gut besetzten Niederwildrevieren drei bis vier Wochen. Da muss man nicht täglich nachlegen, im Zweifel stellt man einfach ein weiteres Fass in die Nähe und hat so alle Fasane versorgt. Damit vermeidet man auch die Abwanderung im Winter, wenn die Nahrung ausgeht. Je nach Fasanendichte kann man alle 200 Meter eine Futterstelle einrichten, man sollte vermeiden, eine zu starke Konzentration zu bewirken, das lockt nur die Räuber an.

Die gebrauchten Fässer gibt es zwischen fünf und zehn Euro zu kaufen. Wichtig ist dass der Deckel dicht und ohne Loch ist und der Spannring dabei ist. Mit ein paar Schrauben, drei Stangen oder Balken, etwas Dachlatte und ein wenig Plexiglas ist im Nu so ein Fass gebaut und danach steht der ersten Kleinserie nichts mehr im Weg.

Anzeichnen

Zuschneiden

Auf die Finger auspassen!

Zuerst wird das Plexiglas, am besten nimmt man dickes, bruchfestes und UV-beständiges Material, auf rund 20 cm lange und breite Stücke gesägt. Man muss sich dabei an der individuellen Breite des Bodens seiner Fässern orientieren. Die anschließend schräg zugeschnittenen Scheiben werden vorgebohrt auf hochkant stehende Dachlattenstücke geschraubt. So wird der Trichter gebildet, durch den später das Futter rieseln kann. oben quer kommt wieder Dachlatte als Aufhängung dran, entweder vorher von innen geschraubt oder anschließend in die andere Latte rein. Ein kleineres, rechteckiges Stück Scheibe dient als Prallteller, wird aber erst später angeschraubt.

Latten sägen

Vorbohren (Druck vermeiden sonst gibt’s hier Bruch! Am besten gegen ein Stück Holz als Widerlager bohren)


Zusammen schrauben

Anderes Seitenteil

Dann wird am Boden des Fasses so exakt wie möglich der Ausschnitt mit dem fertig zusammen geschraubten Trichter angezeichnet. Idealerweise hängt der Trichter später mit Seitenkontakt an seiner Stelle, so rieselt kein Futter an der Seite aus dem Fass. Jede Ecke wird mit einem mindestens 8er Holzbohrer gelocht, um mit der Stichsäge drehen zu können, wenn die Öffnung herausgeschnitten wird.

Öffnung im Boden anzeichnen

Eckpunkte bohren

Kanten aussägen

Stichsäge ist das Mittel der Wahl

Die drei Stangen werden oben ein wenig angeflacht, damit sie bessere Auflage am Fass haben. Jede Stange wird von innen aus dem Fass mit zwei stabilen Schrauben untereinander und je einer Unterlegscheibe befestigt. Je höher die Stangen angeschraubt sind, desto niedriger der Schwerpunkt, desto besser steht das volle Fass. Die Länge muss so bemessen werden, dass das fertige Fass, mit den Beinen dran und dem Trichter drin, einen Bodenabstand von 40 bis 45 cm zum Prallteller hat. Der Prallteller wird bei dieser Gelegenheit angeschraubt. Die Fasane sollen drankommen, Ratten nicht.

Trichter einsetzen

Beinlänge markieren

An den Beinen die Kontaktstellen abflachen

So lange, bis das Fass spannungsfrei mit großer Auflagefläche in den drei Beinen hängen kann

Beine von innen anschrauben

Jeweils zwei Schrauben mit Muttern die die Auflagefläche verstärken

Jetzt erst den Prallteller anschrauben (damit kann der Trichter nicht mehr rausgenommen werden)

Vom Boden 40 cm bis zum Prallteller

Keine Angst wegen der Höhe, das schwere Fass wird einsinken und es kommt noch eine Steinplatte drunter

Zuletzt nimmt man drei alte Kartoffelsäcke aus Jute oder ähnliches. Die werden mit einer Schnur direkt unterhalb des Spannrings festgebunden, so, dass nach oben hin genug übersteht, um das Fass vollständig zu tarnen. Ein so verblendetes Fass verschwindet mit seiner Umgebung. Jedes angemalte, lackierte oder so blau wie es ist in die Hecke gestellt Fass fällt jedem Spaziergänger auf. Das sollten wir vermeiden.

Alte Kartoffelsäcke zum Tarnen drumbinden

Mit drei Säcken pro Fass kommt man gut rum

An der Engstelle unterm Wulst festzurren, Sack oben überstehen lassen

Nach dem Aufstellen eines jeden Fasses wird das mit ein bisschen Futter gefüllt und zuerst der Prallteller justiert. Er bleibt durch die Verwendung von nur zwei Schrauben die nicht angezogen werden etwas kippelig, muss so eng sein, dass Futter nicht von selbst heraus rieselt, muss aber bei leichter Berührung trotzdem Futter abgeben. Dieses Spiel sollte man probieren, bevor das ganze Fass voll gefüllt worden ist. Unter den Trichter kann man noch einen großen Stein oder eine Platte legen, das kommt der Hygiene entgegen.

Im Gegensatz zu den Spiralen oder Lochbechern, die es zu kaufen gibt, bietet der Plexiglastrichter von weitem sichtbar das Futter an und das Futterfass lässt sich mit jedem beliebigen Futter füllen. Weizen ist das am Besten geeignete Futter, etwas Mais geht auch, bei ausschließlicher Maisfütterung können Fasane zu fett werden, was angeblich die Legeleistung beeinträchtigt. Raps oder Erbsen können auch gegeben werden. Wichtig ist, dass das Futter sauber und von guter Qualität ist.

Weizen einfüllen

Kleinere Schüsseln bieten sich zum Umfüllen an

Unter das Fass kommt eine Steinplatte zur Hygiene, damit runterfallendes Futter nicht im feuchten Boden mit Parasiten und Bakterien verseucht wird

WICHTIG: Dieses Fass steht nur zu Fotozwecken vor der Hecke. Das muss im Revier in die dichteste verfügbare Hecke!! Sonst braucht sich der Habicht nur noch vom Baum fallen lassen!

In vielen Revieren wird z.B. Mais als Wildackerfrucht angebaut, weil der angeblich so tolle Deckung und Futter bietet. Jede ordentlich angelegte Niederwildmischung wird dichter als Mais und blüht, was Insekten anzieht, die dann von den jungen Küken gefressen werden können. Im Laufe des Herbstes und des Winters fängt der Mais am Stängel an zu gammeln. Pilze breiten sich aus und die gefürchteten Fusarien hinterlassen giftige Stoffe auf dem Mais. Praktisch immer trocknet der Landwirt seinen Körnermais nach der Ernte. Wer seinen Mais stehen lässt riskiert seine Fasane mit Fusarien zu füttern, dann ist es allemal besser sauberes Futter im Fass anzubieten.

Zum Schluss den Prallteller kontrollieren, damit das Futter nachrutschen kann aber nicht von alleine zu leicht einfach rausläuft

Dazu dreht man einfach die Schrauben weiter rein oder wieder etwas raus

Die Fässer sollten gefüllt werden, sobald die Mähdrescher im Feld sind, dann wird in kürzester Zeit die Deckung verschwinden und der gedeckte Tisch gleich mit. Um das Ausfallgetreide zum Keimen zu bringen wird schnellstmöglich die Stoppel bearbeitet. Dann ziehen sich die Fasane in die Deckungsbereiche im Revier zurück. Ein voller Kropf hat schon bei manchem Fasan die Wanderlust gedämpft und wer satt ist muss nicht riskante Manöver laufen.

An jede Fütterung sollte eine Raubwildfalle moderner Bauart mit Fangmeldersystem. Bei Befall von Ratten sollten die speziell gefüttert werden, aber so, dass die Vogelvergiftung ausgeschlossen ist. Man bedenke, dass im Magen toter Ratten noch unverdautes Gift liegt!

Revier-Kalender April – Welche Maßnahmen eignen sich wann im Jahresverlauf im Niederwildrevier

Wenn am 1. April das Jagdjahr beginnt ist jagdlich gesehen erstmal Ruhe im Revier. Die Brut- und Setzzeit lässt nur wenig zum Jagen gehen offen. Dafür wartet auf den aktiven Jäger jede Menge Arbeit.

Der Frühling ist da, nun sollte jede Leiter, jede Kanzel und jede sonstige Ansitzmöglichkeit auf Schäden untersucht werden. Wo möglich gleich reparieren, sonst ärgert man sich später im Jahr vielleicht darüber. Bei den gezielten Revierfahrten oder –gängen wird man die eine oder andere Ecke finden, die sich im Laufe des Jahres verändert hat. Ein Holzlagerplatz ist leer geräumt worden. Eine Wiese nicht gepflegt worden. Dort vielleicht eine kleiner, dreieckiger Acker brach liegen gelassen.

Jeder Fund ist ein Grund mit den Landwirten im Revier ins Gespräch zu kommen. Warum kam es dazu, wie sind die Planungen für die Flächen, wie laufen die Geschäfte? Vielleicht ist es möglich die eine oder andere Ecke fürs Wild anzulegen. Ende April bis Mitte Mai sind die Nachtfröste meist kein Thema mehr. Jetzt kann man die meisten Saatgut-Mischungen aussäen. Wo im Revier die Wärme liebenden Pflanzen wie Zuckerrüben oder Mais gesät werden, ist das ein guter Indikator. Die Landwirte säen gerne so früh als möglich. Wenn diese vor Ort gesät haben, kann der Jäger das auch tun. Eventuell übernimmt der eine oder andere Landwirt sogar das Säen mit der Maschine, wenn es sich um größere Flächen handelt.

Zur Verbesserung des Lebensraums gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine althergebrachte ist der klassische Wildacker. Dort werden auf angepachteten Flächen verschiedene Pflanzen angebaut. Je nach Ziel-Wildart gelten dabei zum Teil ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Wo Rehwild im Vordergrund steht, eignen sich Kräutermischungen mit Rotklee, um beispielsweise in der Nähe des Waldrands eine attraktive Fläche zu schaffen. Dort können dann Kitze zur Welt kommen, Böcke in Anblick kommen und der Jäger selbst entscheidet, wann dort gemäht wird. Bei der Einsaat bis Mitte Mai bietet die Fläche schon ab Juni interessante Äsungsmöglichkeiten und sobald die Kräuter und Kleearten wachsen, gute Deckungsmöglichkeiten.

Wer bei seinem örtlichen Landwirt nach einer Fläche für einen Wildacker nachfragt stößt allerdings häufig auf Ablehnung. Alleine schon der Name Wild-Acker klingt in den Ohren vieler Landwirt nach verwilderter Acker – das gab es schon zu häufig. Schöner klingt da das Wort Biotopfläche. Angelegt mit Kulturarten und Wildkräutern.

Statt einseitig eine Fläche nur für Rehe anzulegen, bietet sich die Möglichkeit durch die Zusammensetzung der Mischungen auch gezielt Hasen oder anderes Niederwild zu fördern. Nur Sauen und Kitze oder Bodenbrüter in derselben Fläche vertragen sich schlecht. Von den angelegten Flächen profitieren von der Blattlaus über den Marienkäfer zu Schmetterlingen und Spinnen zahlreiche Insektenarten. Der Vorteil liegt unter anderem darin, dass diese nicht mehrfach im Jahr beackert werden. Durch den Aspekt Naturschutz auf diesen Flächen kann der Jäger auch seinen Anspruch als einzig geprüfter Naturschützer unterstreichen.

Für das Federwild bieten sich Mischungen mit einem hohen Blütenanteil an. Lebensraum I hat sich in vielen Niederwildrevieren bewährt. Schon kurz nach dem Auflaufen werden die ersten Junghasen dort hinein gesetzt und können sich verstecken. In kürzester Zeit beginnen die ersten Pflanzen zu blühen und es folgt eine Art der anderen bis Ende Oktober. Auch die Samenreife erfolgt kontinuierlich, so dass immer was abfällt, für alle Arten in der Nahrungskette. Bis zum Herbst haben sowohl die Zugvogel wie auch die Überwinterer immer einen reichlich gedeckten Tisch. Zusätzlich bieten die sich bildenden harten Stängel einen guten Schutz gegen anfliegende Räuber. Die Fasane können hierin gut abtauchen.

Im folgenden Frühjahr lösen sich die Ketten der noch vorhandenen Rebhühner sofort nach der Schneeschmelze auf, verpaaren sich und suchen nach geeigneten Revieren. Auf den Feldern ist es um diese Zeit noch völlig kahl. Jetzt zeigt sich wie wertvoll jede noch so kleine Fläche sein kann. Und je mehr kleine und große Flächen im Revier zusammen kommen, desto mehr Chancen hat der Nachwuchs.

Will man einen Acker pachten, muß man bedenken, dass die Landwirte einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen durch die Zuschüsse der EU-Agrarpolitik bekommen. Dafür müssen alle Landbewirtschafter jedes Jahr den so genannten „Gemeinsamen Antrag“ abgeben. Beim Landwirtschaftamt aus Kreisebene werden für forstlich und landwirtschaftlich genutzte Grundstücke gemeinsam Anträge gestellt. Pro Hektar bewirtschafteter Fläche gibt es je nach Art zum Teil mehrere Hundert Euro dazu. Der Landwirt hat im Gegenzug aber auch jede Menge Auflagen zu erfüllen.

Die so genannten „Cross Compliance“-Richtlinien stellen in allen Bereichen Regeln auf. Von der Art der Kennzeichnung der Nutztiere, der Art der Aufbewahrung der Spritzmittel bis zur Beschaffenheit des Gülleschlauches. Jeder Landnutzer, der Prämien bekommen will, muß sich für ein Jahr festlegen, was auf der jeweiligen Fläche wachsen soll. Diese Anträge werden meist schon im März abgegeben, 15. Mai ist der Stichtag zur Abgabe. Aber eventuell kann man eine Fläche ja schon für die Zukunft als Biotop sichern.

April ist auch die Zeit sich um die Jungfuchsfallen zu kümmern. Funktionieren sie alle? Sind genug davon vorhanden? Wo sind die Heckbaue? Wer sich schon eine Übersicht in seinem Revier verschaffen konnte ist hier im Vorteil. Eine Karte, in der die Flächen eingezeichnet sind, hilft hier. Eventuell kann das Landwirtschaftsamt helfen, die haben Karten mit allen Äckern und Wiesen darauf. Auf den Luftbildern sieht man jeden Baum und jede Hecke.

Damit geht es dann los die Baue mit den Jungfüchsen suchen. Und wer fündig geworden ist, muß sofort damit beginnen, die Jungfuchsfallen einzubauen. Und die übrig gebliebenen kleineren Einfahrten zu verschließen. Zum Beispiel leisten hier Brennholzscheite gute Dienste. Die abgedunkelten Fallen müssen immer wieder kontrolliert werden, spätestens am folgenden Morgen. Je nach Fraßangebot kann es aber auch mal eine ganze Woche dauern, bis alle Welpen selbständig in die Falle laufen. Wer erst Baue sucht und dann wegfährt, um die Fallen zu holen, riskiert, dass die Fähe schon den ersten Welpen aus dem entdeckten Bau in Sicherheit gebracht hat. Für den einen Nachkommen wird weiterhin so viel Futter rangeschafft, wie zu erbeuten ist. Dem jungen Beutewild hilft hier nur die Reduktion seiner Fressfeinde. Also muß der aktive Niederwildjäger möglichst versuchen das gesamte Geheck zu fangen und möglichst jeden Heckbau zu finden.

Naturschutz durch Jäger läuft unter Wordpress 6.2.6
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